Österreichweit: 'Lange Nacht der Forschung' mit 3.000 Programmpunkten und freiem Eintritt

Österreich macht am Freitagabend die Labore auf: Zwischen 17.00 und 23.00 Uhr lädt die zwölfte Ausgabe der 'Langen Nacht der Forschung' an rund 300 Standorten mit etwa 3.000 Programmpunkten bei freiem Eintritt ein. Die Veranstaltung dreht sich um Wissenschaft, Forschung und Innovation – mit Führungen, Workshops und Experimenten für ein breites Publikum.
Inhaltlich reicht die Palette von Digitalisierung, Energie und Technik über Klima und Umwelt bis zu Gesundheit, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur. Ergänzend stehen digitale 'Onlinestationen' bereit, darunter Erklär- und Lehrvideos, virtuelle Führungen und 360‑Grad‑Rundgänge.
Im vergangenen Jahr zählten die Veranstalter rund 170.000 Besucherinnen und Besucher. Die 'Lange Nacht' findet seit 2005 alle zwei Jahre statt. In Wien öffnen 65 Wissenschaftsstandorte ihre Türen, darunter die Österreichische Akademie der Wissenschaften, die Medizinische Universität Wien und die Universität Wien.
Zu sehen sind unter anderem ein Teilchenbeschleuniger aus nächster Nähe, Einblicke in Universitätslabore, Blicke ins All durch Teleskope sowie kommentierte -Operationen an der MedUni. In Niederösterreich beteiligen sich mehr als hundert Institutionen an rund 34 Standorten.
Mehrere hundert Stationen stehen zur Auswahl – von Medizin über Digitalisierung bis zu Umwelt- und Energieforschung. In Krems können Besucherinnen und Besucher im Skills Lab der Karl Landsteiner Privatuniversität ärztliche Tätigkeiten ausprobieren und virtuell in den menschlichen Körper eintauchen.
In der Steiermark findet die 'Lange Nacht' in Graz, Kapfenberg, Leoben und Weiz statt. Am Grazer Institut für Weltraumforschung können Gäste eine kleine Rakete basteln und ins All schicken. Das funergyLab in Weiz lädt zu einem 4‑D‑Kino, das Energie erlebbar macht, während mehrere große Technologieunternehmen ihre Türen öffnen.
An der FH Joanneum in Kapfenberg lässt sich mit einer 'Alkobrille' ein Parcours absolvieren, der die Wahrnehmung stark verändert. Das Institut für Architektur und Medien zeigt innovative Materialien wie Ton und Pilze für den Gebäudebau. Bei AT&S in Leoben‑Hinterberg rückt künstliche Intelligenz in den Fokus.
In Oberösterreich laden rund 150 Forschungseinrichtungen, Hochschulen, Technologiezentren und Unternehmen zu Workshops und Führungen. Besucherinnen und Besucher können etwa DNA analysieren oder der Frage nachgehen, wie Roboter Menschen erkennen. Zu sehen ist auch ein Minisatellit der IT:U, der 2028 ins All gebracht werden soll.
In Salzburg findet die 'Lange Nacht' zum zehnten Mal statt – mit so vielen Stationen wie noch nie. Zahlreiche Einrichtungen gewähren Einblicke in Bereiche, die sonst nicht zugänglich sind. Mehr als 700 Forschende präsentieren ihre Projekte.
Im Burgenland nehmen 13 Einrichtungen teil – mit interaktiven Experimenten, Vorträgen, Mitmachstationen für alle Altersgruppen und exklusiven Blicken hinter die Kulissen von Forschungseinrichtungen und Unternehmen. Im Studienzentrum Pinkafeld der Hochschule Burgenland wird gezeigt, wie Edelmetalle aus Elektroschrott recycelt werden.
Im Nationalparkzentrum Illmitz können Besucherinnen und Besucher in die nächtlichen Welten von Motten und Käfern eintauchen. Die diesjährige Ausgabe steht unter dem Motto 'Mitmachen. Staunen. Entdecken.' und adressiert ausdrücklich alle Altersgruppen. Alle Bundesländer sind beteiligt; die Teilnahme ist kostenlos.
