Österreichischer Filmpreis 2026: „Perla“ führt mit 13 Nominierungen – Gala am 18. Juni in Wien

Mit 13 Nominierungen setzt sich „Perla“ an die Spitze des Feldes beim Österreichischen Filmpreis 2026. Insgesamt gehen 20 Filme und 94 Filmschaffende in 17 Kategorien ins Rennen, wie die Akademie am 15. April im Wiener Ringturm bekanntgab. Hinter „Perla“ folgen „Vier minus drei“ und „Welcome Home Baby“ mit jeweils acht Nominierungen, „Mothers Bay“ kommt auf sechs.
„How to be normal and the Oddness of the Other World“ sowie „Wenn Du Angst hast nimmst Du dein Herz in den Mund und lächelst“ erhielten jeweils drei Nennungen. In jeweils zwei Kategorien berücksichtigt wurden die Dokumentarfilme „Girls & Gods“, „Noch lange keine Lippizzaner“ und „Wise Woman – Fünf Hebammen, Fünf Kulturen“ sowie die Spielfilme „Happy“ und „White Snail“.
Die 16. Verleihung findet am 18. Juni 2026 in den hq7 studios in Wien statt. Unter dem Motto „Eine Bühne für den Film“ übernehmen Julia Edtmeier und Alexander Pschill die künstlerische Leitung. Beide arbeiten seit Jahren am Theater Bronski & Grünberg zusammen.
Zu ihrem Konzept erklärten sie: Es gebe ein wachsendes Bedürfnis, „dass alles zusammenwächst“. Gelinge das, könne ihr Beitrag zur Gala „ein Symbol für die Überwindung dieser Grenzen“ sein. Projektleiterin Alexandra Valent meldete einen neuen Einreichrekord. In der Kategorie Bester Kurzfilm wird erstmals neben der Regie auch die Produktion ausgezeichnet.
Zudem gilt künftig in den Schauspielkategorien eine Altersgrenze: Schauspielende müssen zum Zeitpunkt des Drehs 15 Jahre alt sein. Der Abend der Nominierten ist für den 8. Juni in Purzl's Paradiesgarten geplant und ausschließlich mit Einladung zugänglich. Branchenpolitische Themen prägten die Präsentation: Mehrfach wurde die Einführung einer Streamingabgabe angesprochen.
Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Filmbranche betonten deren Bedeutung für die Finanzierung und Sicherung des heimischen Films. Laut Veronica Kaup-Hasler habe Vizekanzler und Kulturminister Andreas Babler im Rahmen der Berlinale ein klares Bekenntnis zum österreichischen Film abgelegt.
Andreas Robert Herz hob hervor, dass Kultur in Budgetverhandlungen geschützt werden müsse. Alexander Dumreicher-Ivanceanu plädierte dafür, einen fairen Anteil der Einnahmen von Streamingdiensten in die heimische Produktion fließen zu lassen. Die Preise werden von den Mitgliedern der Akademie des Österreichischen Films in einem notariell überwachten Wahlverfahren vergeben.
Begleitend ist eine umfassende Berichterstattung im ORF geplant. Die Akademie setzt zudem ihre Partnerschaft mit den Österreichischen Lotterien fort: Im November sollen im Rahmen der Initiative „Lotterien Tag: Filmpreis on tour“ ausgewählte Preisträgerfilme österreichweit bei freiem Eintritt zu sehen sein.
