Österreich unterzeichnet Teilnahmevertrag für EXPO 2027 in Belgrad
Mit der Unterschrift unter den Teilnahmevertrag hat Österreich offiziell den Startschuss für seinen Auftritt bei der EXPO 2027 in Belgrad gegeben. Regierungskommissär Philipp Gady besiegelte die Teilnahme gemeinsam mit Jagoda Lazarević, der Generalkommissärin der EXPO 2027, und Direktor Danilo Jerinić.
Damit beginnt die nächste Phase der Vorbereitung, in der Österreich seine Innovationskraft, kreative Vielfalt und wirtschaftliche Stärke im eigenen Pavillon präsentieren will. Nach der Weltausstellung 2025 in Osaka findet die nächste EXPO von 15. Mai bis 15. August 2027 in Belgrad unter dem Motto „Play for Humanity – Sport and Music for All“ statt.
Es ist die erste spezialisierte EXPO in der Westbalkanregion. Erwartet werden rund 4,1 Millionen Besucherinnen und Besucher sowie mehr als 130 teilnehmende Nationen; für 2027 gilt die Veranstaltung als bedeutendstes internationales Großereignis in Südosteuropa.
Serbien und die Westbalkanstaaten zählen seit Jahren zu den wichtigsten Partnern Österreichs im Donauraum. Die wirtschaftlichen Beziehungen zu Serbien sind besonders eng: Österreich ist dort drittgrößter ausländischer Investor, über 800 österreichische Unternehmen sind vor Ort aktiv, und die Exportmarke von einer Milliarde Euro wurde in den vergangenen Jahren wiederholt überschritten.
Mit der Teilnahme an der EXPO 2027 stärkt Österreich seine Rolle als Brückenbauer in der Region und setzt den Fokus auf Innovation, Nachhaltigkeit, Talententwicklung und europäische Werte. Gady beschreibt den Österreich-Pavillon als lebendigen Ort des Dialogs, der Kreativität und der Begegnung – mit Raum für frische Impulse und die Präsentation eines innovativen, offenen und nachbarschaftlichen Landes.
Die Teilnahme eröffne Spielraum für Menschen, Ideen und zukunftsgerichtete Entwicklungen, so Gady. Als Unternehmer sieht er in der EXPO eine große Chance, heimische Betriebe international zu vernetzen und Partnerschaften in Südosteuropa zu vertiefen. Das Leitmotiv „Play for Humanity – Sport and Music for All“ stehe sinnbildlich dafür, Brücken zwischen Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft zu bauen.
Generalkommissärin Jagoda Lazarević begrüßte Österreichs Auftritt ausdrücklich. Österreich werde mit einem eigenen Pavillon vertreten sein, sein vielfältiges Potenzial sichtbar machen und einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des Dialogs zwischen Menschen, Kulturen und Nationen leisten, betonte sie.
Besucherinnen und Besucher sollen Österreichs Kreativität, Innovationskraft und internationale Offenheit in spielerischer Weise erleben. Ergänzt wird der Auftritt durch ein Rahmenprogramm mit Wirtschafts-, Tourismus-, Sport- und Kulturveranstaltungen. Derzeit läuft ein EU-weites, zweistufiges Vergabeverfahren für Konzeption, Gestaltung und Umsetzung des österreichischen Beitrags.
Die Bundesregierung hatte im Juli 2025 die Teilnahme an der EXPO 2027 in Belgrad beschlossen. Der österreichische Beitrag wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus (75 Prozent) und der Wirtschaftskammer Österreich (25 Prozent) finanziert.
