Zum Protesttag: Erstes österreichweites Bündnis „Chancenreich“ für Inklusion am Arbeitsmarkt gegründet

Zum europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen am 5. Mai haben Sozialorganisationen und Unternehmen das erste österreichweite „Bündnis für Inklusion am Arbeitsmarkt – Chancenreich“ gegründet. Mit dem Zusammenschluss unterstreichen sie die Bedeutung der Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen im Berufsleben.
Beteiligt sind zahlreiche bekannte Unternehmen und Sozialorganisationen. Sie beschäftigen Menschen mit Behinderungen und zeigen damit, wie berufliche Inklusion praktisch funktioniert. Die Gründerinnen und Gründer betonen, dass erfolgreiche Inklusion gezielte Unterstützung und Begleitung braucht – beim Übergang vom Schulalltag in den regulären Arbeitsmarkt ebenso wie auf Arbeitgeberseite.
Finanzielle Hilfen seien dabei zentral; Kürzungen in diesem Bereich seien der falsche Weg. Dennoch erleben Menschen mit Behinderungen am Arbeitsmarkt Benachteiligungen. „Dass Menschen mit Behinderungen deutlich stärker von Armut bedroht sind als die Durchschnittsbevölkerung, ist ein klares Alarmsignal: In unserer Gesellschaft haben nicht alle die gleichen Chancen.
Die Zahlen und die Erfahrungen Betroffener zeigen deutlich, dass Österreich im Sinne der Menschenrechte noch erhebliche Anstrengungen unternehmen muss, um einen wirklich inklusiven Arbeitsmarkt zu schaffen“, betont Anna Parr, Generalsekretärin der Caritas Österreich.
Zum Protesttag richtet das Bündnis vier Forderungen an die Bundesregierung und die Landesregierungen. Hintergrund ist auch die Beschäftigungslage: Derzeit sind in Österreich etwa 15 Prozent der Menschen mit Behinderungen erwerbstätig.
Mit „Chancenreich“ wollen die Initiatorinnen und Initiatoren die berufliche Gleichstellung stärken und auf die Notwendigkeit professioneller Unterstützung sowie stabiler Finanzierung hinweisen – damit mehr Menschen mit Behinderungen den Weg in reguläre Beschäftigung finden und Arbeitgeberinnen wie Arbeitgeber auf diesem Weg begleitet werden.
