XIII. Adenauer-Konferenz am 6. Mai: Europas Sicherheit und Deutschlands Rolle im Fokus

Europa steht sicherheitspolitisch unter Druck – und diese Lage bildet den Rahmen für die XIII. Adenauer-Konferenz am 6. Mai 2026. Unter dem Leitmotiv „Eine Welt in Unsicherheit: die Stunde Europas“ will die Tagung die veränderte außen- und sicherheitspolitische Realität beleuchten und diskutieren, wie die deutsche Außenpolitik darauf reagieren sollte.
Im Mittelpunkt steht ein Umfeld, das die Organisatoren als volatil beschreiben: Russland rüstet weiter massiv auf und testet mit hybrider Kriegsführung gegen europäische NATO-Partner die Entschlossenheit des transatlantischen Bündnisses. Zugleich haben jüngste militärische Auseinandersetzungen im Nahen Osten das Risiko weiterer regionaler Destabilisierung erhöht und binden zusätzliche sicherheitspolitische Aufmerksamkeit.
Die USA richten ihren strategischen Fokus zunehmend auf den eigenen Kontinent und den Indo-Pazifik. Parallel arbeiten Russland, China, der Iran und Nordkorea verstärkt an der Destabilisierung des Westens. Die Konferenz fällt in das Jahr, in dem sich Konrad Adenauers Geburt zum 150.
Mal jährt. Seine Leitlinien – die Verankerung Deutschlands im Westen, der Aufbau europäischer Handlungsfähigkeit und verlässliche Partnerschaften – prägen nach Darstellung der Veranstalter weiterhin den außenpolitischen Rahmen. Adenauers Mahnung von 1950 wird dabei ausdrücklich zitiert: „Wovon lebt Europa?
Es lebt von der Gnade der Vereinigten Staaten. Auch das wird nicht immer so bleiben. Es wird eines Tages der Augenblick kommen und kommen müssen, in dem dieses Europa wieder sich selbst helfen kann und auf eigenen Füßen stehen muß.“ In diesem Kontext sollen zentrale Fragen diskutiert werden: Wie muss die deutsche Außenpolitik angesichts der veränderten Lage angepasst und ausgerichtet werden?
Welche Bündnisse und Partnerschaften sind entscheidend für ein handlungsfähigeres und unabhängigeres Europa, und wie lassen sich europäische Werte mit sicherheitspolitischen Realitäten in Einklang bringen?
Zudem soll erörtert werden, welche Ergebnisse im ersten Jahr der Regierung von Bundeskanzler Friedrich Merz erreicht wurden, wie sie zur Unabhängigkeit Europas beitragen, wo Abhängigkeiten fortbestehen und wo die Bundesregierung die größten Herausforderungen der nächsten Jahre sieht.
Zu den Panelisten zählen nach Ankündigung die Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), ein Senior Policy Fellow des European Council on Foreign Relations (ECFR) sowie die Leiterin des Bereichs Internationale Politik und Sicherheit der Konrad-Adenauer-Stiftung.
Mit der Debatte zielt die Konferenz darauf ab, Impulse für eine europäische Außen- und Sicherheitspolitik zu setzen, die Europas Handlungsfähigkeit in einer unsicherer gewordenen Welt stärkt.
