Wifo-Schnellschätzung: BIP wächst im ersten Quartal 2026 um 0,2 Prozent

Trotz zahlreicher globaler Krisenherde hat Österreichs Wirtschaft zu Jahresbeginn leicht an Schwung gewonnen. Das Bruttoinlandsprodukt ist im ersten Quartal 2026 real um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal gestiegen, wie das Wifo am Donnerstag in einer Schnellschätzung mitteilte.
Nach der Stagnation im vierten Quartal 2025 verzeichnete die heimische Wirtschaft damit wieder einen leichten Zuwachs. Den Ausbruch des Iran-Kriegs habe dieses Quartal nur zum Teil beeinflusst, so das Institut. In der Industrie erhöhte sich die Wertschöpfung moderat um 0,4 Prozent.
In der Bauwirtschaft setzte sich der Rückgang fort, diesmal um 0,5 Prozent. Im Bereich Handel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie verringerte sich die Wertschöpfung um 0,4 Prozent. Im Verkehrssektor dürfte auch der Iran-Krieg zum Rückgang beigetragen haben, während der Handel einen positiven Wachstumsbeitrag lieferte, erklärte das Wifo.
Gestützt wurde die Wirtschaftsleistung vom Konsum: Die Ausgaben der privaten Haushalte stiegen um 0,8 Prozent, die öffentliche Konsumnachfrage um 0,4 Prozent. Der Außenhandel trat hingegen nahezu auf der Stelle. Die Exporte stagnierten nahezu, während die Importe um 0,9 Prozent über dem Vorquartal lagen.
