Vom Flugzeug-Check bis Quantencomputing: DLR zeigt Technologien für die Wirtschaft auf der Hannover Messe 2026

Mit Robotern für die Flugzeuginspektion, Quantencomputing-Anwendungen für den Mittelstand und neuen Ansätzen für leisere Windkraft tritt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) auf der Hannover Messe 2026 auf. Das DLR präsentiert sich in Halle 11, Stand D49, wo der Schwerpunkt auf „Forschung & Innovationstransfer“ liegt.
Die Messe findet vom 20. bis 24. April 2026 unter dem Motto „Think Tech Forward“ statt; zusätzlich sind DLR-Projekte an weiteren Ständen vertreten. Im Zentrum stehen praxisnahe Forschungsergebnisse und technologische Lösungen für industrielle Anwendungen. Laut DLR reicht die inhaltliche Spannbreite von Luft- und Raumfahrt über Energie und Verkehr bis zu Sicherheit und Verteidigung.
Ziel ist der gezielte Transfer von Wissen in die Wirtschaft in Zusammenarbeit mit öffentlichen Stakeholdern sowie Partnern aus Industrie und Mittelstand. Zu den Exponaten zählt Mirabotics, eine Initiative des DLR-Instituts für Robotik und Mechatronik: Die gezeigte Robotertechnologie schleift und poliert komplexe 3D-Oberflächen automatisiert und soll Unternehmen effizientere Prozesse ermöglichen.
Ein weiteres Exponat, „AI Development and Testing“, adressiert die effizientere Entwicklung und Erprobung intelligenter robotischer Anwendungen. Forschende des DLR-Instituts für KI-Sicherheit geben dabei Einblicke in Mobilität und Logistik; in einer VR-Umgebung lässt sich das Zusammenspiel von Künstlicher Intelligenz und Digitalen Zwillingen erkunden.
Für die Luftfahrt zeigt das DLR ein Robotersystem zur Inspektion von Flugzeugrümpfen: Ein Roboterarm des DLR-Instituts für Frontier Materials auf der Erde und im Weltraum tastet Rumpfoberflächen systematisch mit einer Kamera ab und kann mit Unterstützung einer KI Schäden an der Oberfläche erkennen.
In der Quantencomputing-Initiative (DLR QCI) arbeitet das DLR nach eigenen Angaben eng mit der Wirtschaft zusammen, um Quantencomputer in die Anwendung zu bringen. Am Stand werden Anwendungsfälle aus Luftfahrt und Sicherheit vorgestellt – mit dem Hinweis, dass nicht nur Großunternehmen, sondern auch mittelständische Betriebe profitieren können.
Auch die Energiewende ist Thema: Im Projekt SeGuRo zeigt das DLR-Institut für Systemleichtbau eine Verbindungstechnik, mit der sich besonders lange Rotorblätter von Windkraftanlagen teilen und vor Ort sicher zusammenbauen lassen.
Im Forschungspark Windenergie WiValdi untersucht das DLR, wie Anlagen künftig leiser und kostengünstig Strom erzeugen können; an einem interaktiven Modell können Messegäste die Auswirkungen unterschiedlicher Steuerungen ausprobieren.
Zudem zeigt INNOnet, wie Raumfahrtforschung Innovationen in Medizin, Landwirtschaft und Industrie anstößt – etwa über die Programme Space2Health, Space2Agriculture und Space2Motion, die vernetzte Technologien branchenübergreifend nutzbar machen. Die Hannover Messe versteht sich als globaler Treffpunkt für die industrielle Transformation.
Nach Angaben der Veranstalter kommen dort Schlüsseltechnologien von Automatisierung und Digitalisierung über Energie und Infrastruktur bis hin zu Forschung und Technologietransfer zusammen. Vor diesem Hintergrund richtet das DLR seinen Auftritt auf konkrete Anwendungen und den Austausch mit Expertinnen und Experten aus Industrie, Wissenschaft, Politik, Verwaltung, Mittelstand und Start-ups aus.
