Vermisste Sharon (5) nahe Alice Springs tot gefunden – Verdächtiger Jeffrey Lewis festgenommen

Die seit Samstagabend vermisste Sharon Granites (5) ist nahe Alice Springs tot gefunden worden. Die Polizei entdeckte die Leiche des Mädchens am Donnerstagmorgen südlich der Stadt, rund fünf Kilometer von dem Ort entfernt, an dem es zuletzt gesehen worden war.
Wenige Stunden später wurde der Hauptverdächtige Jeffrey Lewis festgenommen und ins Spital gebracht, nachdem er offenbar von einer Bürgerwehr schwer misshandelt worden war. „Dies ist der schlimmstmögliche Ausgang“, erklärte die Regierungschefin des Northern Territory nach der Mitteilung der Polizei.
Polizeikommissar Martin Dole sprach von einer „erschütternden Entwicklung“. Eine Obduktion ist für Freitag angesetzt. In der Familie wurde das Kind Kumanjayi Little Baby genannt. Sharon war aus einem Haus im Old Timers Town Camp verschwunden, einer indigenen Siedlung in Alice Springs.
Die Ermittler gingen früh von einer Entführung aus. Im Zentrum der Untersuchungen steht der 47-jährige Lewis, der sich zur Tatzeit ebenfalls in dem Haus aufgehalten haben soll. Er war erst wenige Tage zuvor aus der Haft entlassen worden, nachdem er eine rund 18-monatige Strafe wegen schwerer Gewaltdelikte verbüsst hatte.
Laut Polizei bestand eine „lose Verbindung“ zur Familie. Zeugen wollen ihn zuletzt am späten Samstagabend gesehen haben, als er das Mädchen an der Hand hielt. Vor dem Spital, in das Lewis gebracht wurde, kam es zu tumultartigen Szenen: Mehr als 100 Menschen versammelten sich und riefen „Bringt ihn raus!“.
Berichten der Zeitung The Australian zufolge soll der 47-Jährige bereits am Mittwochabend von einer Bürgerwehr aufgespürt und zusammengeschlagen worden sein, bevor ihn die Polizei in Gewahrsam nahm und ins Spital brachte. Die Ermittlungen dauern an.
