USA und Israel attackieren laut Iran Atomanlagen

Bei einem Angriff der USA und Israels im Zentrum des Iran ist nach Angaben der iranischen Staatsmedien ein Schwerwasserreaktor getroffen worden. Die Atomanlage Chondab (früher Arak) sei in zwei Wellen angegriffen worden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Fars am Freitag unter Berufung auf die Verwaltung der Provinz Markasi.
Nach Angaben der iranischen Atombehörde wurde zudem eine Uran-Aufbereitungsanlage in Arkadan im Zentrum des Landes getroffen. Die Anlage zur Umwandlung von Uranoxid sei "vor wenigen Minuten vom amerikanisch-zionistischen Feind" ins Visier genommen worden, teilte die Behörde im Onlinedienst Telegram mit.
Radioaktives Material sei jedoch nicht freigesetzt worden. Auch bei dem Angriff auf den Schwerwasserreaktor trat laut Fars keine Radioaktivität aus. Niemand sei verletzt worden. Die USA und Israel hatten bereits vor Tagen die schwer gesicherte Atomfabrik Natans angegriffen, die aus oberirdischen und unterirdischen Einrichtungen zur Urananreicherung besteht.
US-Präsident Donald Trump hat die Vernichtung des iranischen Atomprogramms als eines der Ziele des seit rund vier Wochen andauernden Krieges genannt. (afp/bearbeitet von amb) Infolge der erneuten Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz warnt das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) vor einer "humanitären Katastrophe" im Libanon.
"Die Lage bleibt äußerst besorgniserregend, und die Gefahr einer humanitären Katastrophe ist real", sagte die UNHCR-Repräsentantin in dem Land, Karolina Lindholm Billing, am Freitag in Genf. Hintergrund ist der Iran-Krieg, in den der Libanon am 2. März hineingezogen worden war.
Damals feuerte die vom Iran unterstützte libanesische Hisbollah-Miliz Raketen auf Israel ab - als Reaktion auf die Tötung des obersten iranischen Führers Ayatollah Ali Chamenei. In der Folge griff Israel zahlreiche Ziele im Libanon an und schickte Soldaten über die Grenze.
Eine Million Menschen im Libanon - jeder fünfte Einwohner - mussten deshalb nach UNHCR-Angaben ihre Häuser verlassen. "Mehr als 136.000 Vertriebene leben in 660 Sammelunterkünften, die meisten davon Schulen, die weit über die Kapazitätsgrenzen gefüllt sind", sagte Billing.
Auch die Zerstörung von Brücken im Süden des Libanon durch die israelische Armee habe den Zugang zu humanitärer Hilfe stark eingeschränkt. (afp/bearbeitet von amb) Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat den Luftangriff auf eine Schule im Iran am ersten Kriegstag Ende Februar als gezielte Attacke der USA bezeichnet.
Der Angriff sei "weder ein bloßer 'Zwischenfall' noch eine 'Fehlkalkulation' gewesen", sagte Araghtschi am Freitag in einer Videobotschaft während einer Dringlichkeitssitzung des UN-Menschenrechtsrats in Genf. Es habe sich vielmehr um einen "kalkulierten“ Angriff der US-Armee gehandelt.
"Mehr als 175 Schüler und Lehrer wurden kaltblütig massakriert", fügte Araghtschi hinzu. Er verurteilte den Angriff als "Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit". Die USA und Israel verfügten nach eigenen Angaben "über die fortschrittlichsten Technologien und die präzisesten Militär- und Datensysteme", sagte der iranische Außenminister.
Daher sei es unglaubwürdig, den Angriff als "etwas anderes als vorsätzlich und absichtlich" darzustellen. Nach Informationen der " New York Times " hatte offenbar ein Fehler der US-Streitkräfte zu dem Raketenangriff auf die Grundschule in Minab im Süden des Iran geführt.
Demnach wurden bei dem Angriff veraltete Daten des US-Militärgeheimdienstes DIA über die Zielumgebung genutzt. In der unmittelbarer Nähe des Schulgebäudes befinden sich nach AFP-Recherchen zwei von den iranischen Revolutionsgarden genutzte Einrichtungen. Die iranischen Angaben zur Opferzahl konnten nicht unabhängig überprüft werden.
(afp/bearbeitet von amb) Die paramilitärische Basidsch-Miliz im Iran hat drei Containerschiffen die Fahrt durch die Straße von Hormus verwehrt. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim begründete die Miliz ihr Vorgehen mit angeblichen…
