USA pausieren Militäreinsatz in der Straße von Hormus – Trump verweist auf mögliches Iran-Abkommen

Kurz nach dem Start der US-Mission zur Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus hat US-Präsident Donald Trump den Einsatz ausgesetzt. Das „Projekt Freiheit“ werde „für eine kurze Zeit pausiert, um zu sehen, ob das Abkommen finalisiert und unterzeichnet werden kann oder nicht“, erklärte Trump am Dienstag (Ortszeit) auf seinem Onlinedienst Truth Social mit Blick auf ein mögliches Friedensabkommen mit dem Iran.
Die US-Armee hatte den Einsatz erst am Montag begonnen. Ziel war es laut Trump, wegen der iranischen Blockade festsitzende Schiffe aus der für den Öl- und Gashandel immens wichtigen Meerenge hinaus zu geleiten. Nach Angaben des US-Militärs wurden am ersten Einsatztag mindestens sechs iranische Kleinboote angegriffen und zahlreiche Drohnen- sowie Raketenangriffe abgewehrt.
Teheran dementierte diese Darstellung. Iranische Medien hatten zuvor ihrerseits von Raketenangriffen auf ein US-Militärschiff und von Warnschüssen in der Nähe von US-Zerstörern berichtet, was Washington zurückwies. Die Straße von Hormus ist eine der bedeutendsten Engstellen für den globalen Handel mit Rohöl und Flüssiggas.
Sie war zu Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar von iranischen Streitkräften weitgehend gesperrt worden. In der Folge stiegen die Energiepreise weltweit deutlich. Derzeit gilt in der Region eine Waffenruhe – sie gilt jedoch als bedroht durch den sich wieder verschärfenden Konflikt um die Kontrolle der Meerenge.
Ob und wann der US-Einsatz wieder aufgenommen wird, ließ Trump offen. Die Entscheidung dürfte davon abhängen, ob die Gespräche zu einem möglichen Abkommen mit dem Iran vorankommen und tatsächlich zu einer Finalisierung und Unterzeichnung führen.
