Urlaubsbarometer 2026: Österreicher bleiben reisefreudig – Sicherheit und Kosten prägen Pläne

Die Reiselust ist groß, die Vorsicht ebenso: Laut „Urlaubsbarometer 2026“ von Europ Assistance bezeichnen sich 80 Prozent der Österreicher als reisebegeistert, 43 Prozent sogar als „sehr begeistert“. Gleichzeitig geben Sicherheit und Kosten heuer den Ton bei der Urlaubsplanung an – mehr als sieben von zehn Befragten wollen versichert in den Sommerurlaub.
Für die Studie hat Ipsos zwischen 27. Februar und 7. April 11.001 Menschen in Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Italien, Spanien, Österreich, Belgien, der Schweiz, Polen, Tschechien und Portugal sowie zusätzlich 15.000 Personen außerhalb Europas befragt.
Der im Vorjahr erreichte Höchststand der Reiselust bleibe damit „trotz eines instabilen globalen geopolitischen Umfelds und trotz der weiterhin weltweit hohen Lebenshaltungskosten“ stabil, so Europ Assistance. Bei der Wahl des Reiseziels tritt laut Europ Assistance „eine neue Realität“ zutage: Sicherheit zählt europaweit für 30 Prozent zu den ausschlaggebenden Kriterien, in Österreich für 29 Prozent.
Zusammen mit Sorgen über Inflation und gestiegene Preise dämpfen insbesondere Kriege und bewaffnete Konflikte die Reisebegeisterung und beeinflussen die Zielwahl deutlich, heißt es. Finanziell planen die Österreicher ihr Familien-Urlaubsbudget für den Sommer im Schnitt mit 2.489 Euro ein (Europa-Schnitt: 2.089 Euro) – etwas weniger als 2025 (2.584 Euro).
Dennoch rechnen 51 Prozent mit leicht bis deutlich höheren Ausgaben. Der Wunsch nach Absicherung ist ausgeprägt: 72 Prozent schließen laut den Angaben eine Reiseversicherung ab, vor allem mit Blick auf den Verlust persönlicher Gegenstände, Unfälle oder Pannen sowie Krankheitsfälle.
Sicherheits- und Risikothemen sowie Kostenüberlegungen seien „deutlich häufiger entscheidend“ als Nachhaltigkeit, wenngleich diese „als Thema immer noch relevant“ bleibt, so Europ Assistance. Der „ökologische Impact“ des Reisens bremst die Reiselust bei 38 Prozent – deutlich hinter Inflation (73 Prozent) sowie Kriegen und bewaffneten Konflikten (63 Prozent).
Unterwegs beschäftigt der eigene CO2-Fußabdruck rund ein Viertel der Österreicher und liegt damit klar hinter zahlreichen Sorgen um Sicherheits-, Gesundheits- oder Wetterrisiken. Wohin soll es gehen? 36 Prozent der reisefreudigen Österreicher planen laut Umfrage Urlaub im Inland.
Bei Auslandsreisen liegen Italien (23 Prozent), Kroatien (15 Prozent) und Griechenland (12 Prozent) vorn. Die stärksten Faktoren bei der Zielwahl sind nach Darstellung von Europ Assistance das Wetter, bereits gemachte Erfahrungen vor Ort und die Sicherheit am Reiseziel.
Bei den „idealen Urlaubszielen“ (Mehrfachnennungen möglich) führt das Meer mit 63 Prozent vor der Stadt (25 Prozent), dem Land (21 Prozent) und den Bergen (19 Prozent). Auch bei den Verkehrsmitteln waren Mehrfachnennungen möglich: 50 Prozent wollen fliegen, 46 Prozent mit dem eigenen Auto fahren, 20 Prozent die Bahn nutzen.
