Trotz kleinem März-Plus: Schweizer Exporte fallen im ersten Quartal 2026 auf Mehrjahrestief
Die Schweizer Exportwirtschaft kommt nicht in Fahrt: Trotz eines leichten nominalen Plus im März sind die Ausfuhren im ersten Quartal 2026 auf den niedrigsten Stand seit dem dritten Quartal 2021 gefallen. Das geht aus den am Dienstag veröffentlichten Daten des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) hervor.
Im März stiegen die Exporte saisonbereinigt zum Vormonat nominal um 1,0 Prozent auf 22,36 Milliarden Franken. Dieser Zuwachs folgte jedoch auf einen deutlichen Rückgang im Februar. Preisbereinigt verzeichneten die Ausfuhren im März ein Minus von 3,4 Prozent – der negative Trend der vergangenen Monate setzte sich damit fort.
Über das gesamte Startquartal schrumpften die Exporte nominal um 4,2 Prozent auf 66,94 Milliarden Franken. Laut BAZG ist das der tiefste Quartalswert seit Q3 2021. Der Rückgang erfasste acht der zehn wichtigsten Warengruppen; am stärksten betroffen war die umsatzstärkste Kategorie der chemisch‑pharmazeutischen Erzeugnisse.
Regional sticht der Einbruch in die USA hervor: Dorthin gingen die Ausfuhren um fast 16 Prozent zurück. Die Importe legten im März insgesamt um 10,1 Prozent auf 19,62 Milliarden Franken zu (real +3,1 Prozent), lagen im gesamten ersten Quartal jedoch 4,7 Prozent unter dem Vorjahreswert.
Der Handelsbilanzüberschuss belief sich im März auf 2,74 Milliarden Franken und im ersten Quartal auf 11,10 Milliarden Franken.
