Trotz hitziger Debatten: Schweizer vertrauen weiter direkter Demokratie, Bildung und Sicherheit

Trotz lauter Kontroversen im politischen Alltag bleibt die Basis stabil: In der Schweiz ist das Vertrauen in zentrale Institutionen ungebrochen. Besonders hoch ist es weiterhin in die direkte Demokratie – zusammen mit dem Bildungssystem und der öffentlichen Sicherheit bildet sie den Kern des gesellschaftlichen Zusammenhalts.
Erfasst wird diese Stimmungslage seit 2024 mit dem Gerechtigkeitsbarometer, einer Erhebung in Kooperation mit Coop Rechtsschutz. Das Instrument fragt, wie fair sich unterschiedliche Bevölkerungsgruppen behandelt fühlen und wo systematische Ungerechtigkeiten wahrgenommen werden.
Für die aktuelle Ausgabe hat das Forschungsinstitut GFS Bern rund 2000 Personen ab 16 Jahren befragt. Das Bild ist klar: Viele Menschen empfinden ihr Umfeld nicht als grundsätzlich ungerecht; die bewährten Pfeiler der Stabilität halten. An der Spitze steht – wie bereits 2024 – die direkte Demokratie, flankiert von Vertrauen in das Bildungssystem und in die öffentliche Sicherheit.
Im Vergleich zur ersten Erhebung 2024 sind die Stabilitätsanker damit unverändert. Der gesellschaftliche Kitt steht aus Sicht vieler Befragter nicht zur Disposition, auch wenn Debatten oft hitzig geführt werden. Wie sich diese Einschätzungen weiterentwickeln, sollen die nächsten Ausgaben des Barometers zeigen.
