Treibstoff auf US-Basen in Deutschland verteuert sich rasant – Ramstein bei 5,01 Dollar pro Gallone

Grafenwöhr, Deutschland — Auf US-Militärstützpunkten in Deutschland schnellen die Spritpreise in die Höhe. In Ramstein, einem wichtigen Drehkreuz für US-Operationen in Europa, lag der Preis für Super (bleifrei) am Donnerstag bei 5,01 Dollar pro Gallone, Diesel bei 6,13 Dollar.
Das entspricht einem Anstieg um mehr als einen Dollar pro Gallone bei Super und um 1,71 Dollar bei Diesel seit dem 27. Februar, dem Tag vor Beginn des Kriegs, wie Daten des Army & Air Force Exchange Service (AAFES) für US-Standorte in Deutschland zeigen.
Die Preisrally fällt in eine Phase, in der Iran den Zugang zur Straße von Hormus weiter einschränkt – einer zentralen Engstelle, durch die üblicherweise rund 20 Prozent des weltweiten Ölangebots transportiert werden. Auch außerhalb Deutschlands klettern die Kosten: Der US-Landesdurchschnitt für Normalbenzin stieg laut AAA am Donnerstag auf über 4 Dollar pro Gallone, mehr als einen Dollar über dem Vorkriegsniveau.
US-Posten weltweit verzeichnen ähnliche Ausschläge. An Einrichtungen im Vereinigten Königreich kletterte Super auf 5,42 Dollar pro Gallone, Diesel auf 5,89 Dollar. In Südkorea und Guam sollten die Preise für Premiumbenzin nach früheren Berichten über die Marke von 5 Dollar pro Gallone steigen.
Nach Angaben von AAFES sind die Kraftstoffpreise auf den Basen in jedem Land vereinheitlicht und werden täglich entsprechend den lokalen Marktbedingungen angepasst. In Deutschland unterhält AAFES eine Kraftstoffpartnerschaft mit Esso, die steuerfreie Preise sowohl auf dem Stützpunkt als auch an ausgewählten Esso-Tankstellen außerhalb ermöglicht.
AAFES leitete Nachfragen zur schnellen Preisentwicklung an die Unternehmenskommunikation weiter, die am Donnerstag nicht umgehend reagierte. Die Rohölpreise zogen zuletzt deutlich an: Brent, die globale Referenzsorte, lag am 2. April bei knapp 109 Dollar pro Barrel – mehr als 36 Dollar über dem Niveau vor dem Krieg.
Trotz der starken Zuwächse ist Treibstoff auf den Basen weiterhin deutlich günstiger als auf dem deutschen Markt, wo der Durchschnitt laut der am Montag aktualisierten Website Global Petrol Prices bei rund 2,42 Dollar pro Liter liegt – etwa 9,16 Dollar pro Gallone.
In einer landesweiten Ansprache am Mittwochabend versuchte Präsident Donald Trump, die Amerikaner zu beruhigen: Sobald der Konflikt beendet sei, werde sich die Straße von Hormus „natürlich wieder öffnen“, sagte er. „Dann wird der Fluss wieder einsetzen und die Benzinpreise werden schnell wieder sinken.“
