Toskana: Zwei Gärtner nach Waldbrand am Berg Faeta angezeigt – 710 Hektar zerstört

Ein verheerender Waldbrand am Berg Faeta in der Toskana hat seit Tagen weite Teile des Gebiets an der Grenze der Provinzen Lucca und Pisa verwüstet. Nach Angaben der Behörden wurden bisher rund 710 Hektar Wald zerstört. 3.500 Personen mussten ihre Häuser vorübergehend verlassen, 120 von ihnen können weiterhin nicht zurückkehren.
Zwei Gärtner aus der Stadt Lucca sind wegen fahrlässiger Brandstiftung mit erschwerenden Umständen angezeigt worden, teilten die Behörden mit. Die beiden Männer mit langjähriger Berufserfahrung gaben an, am 28. April Schnittreste nahe einem Waldstück verbrannt zu haben.
Nach bisherigen Erkenntnissen ging von diesem Feuer der Großbrand aus, der durch starken Nordostwind rasch angefacht wurde. Die Beschuldigten zeigten sich laut Behörden erschüttert. Sie waren zunächst als Zeugen vernommen worden, bevor die Anzeige erstattet wurde.
Die Staatsanwaltschaft Lucca ermittelt. Die Flammen erfassten auch ein Wohnhaus, das einem Feuerwehrmann gehört; die Immobilie ist derzeit unbewohnbar. Die Feuerfront hatte zeitweise eine Länge von rund 20 Kilometern erreicht, konnte gestern jedoch auf etwa drei Kilometer reduziert werden.
Rund 240 Einsatzkräfte waren an den Löscharbeiten beteiligt, unterstützt von Löschflugzeugen und Hubschraubern. Die Behörden arbeiten weiter daran, Glutnester zu bekämpfen und die Sicherheit in den betroffenen Gebieten zu gewährleisten.
