Steigende Kerosinkosten: Australische Airlines kürzen Inlandsflüge

Explodierende Treibstoffpreise infolge des Iran-Kriegs setzen Australiens Flugbranche unter Druck. Mehrere Airlines fahren ihr Inlandsangebot zurück, bündeln Verbindungen oder streichen Routen – ein Kurswechsel, der vor allem Reisende abseits der Metropolen trifft.
Nach Qantas und der Billigtochter Jetstar kündigte nun auch Virgin Australia Maßnahmen an. Die zweitgrößte Fluggesellschaft des Landes rechnet im zweiten Halbjahr mit zusätzlichen Kerosinkosten von 30 bis 40 Millionen australischen Dollar (rund 18 bis 24 Mio. Euro).
Zunächst reagiert das Unternehmen nach eigenen Angaben mit moderaten Kapazitätsanpassungen und höheren Ticketpreisen. Qantas hat bereits konkrete Kürzungen im Inland angekündigt. Besonders stark frequentierte Strecken zwischen großen Städten sollen ausgedünnt werden, etwa durch weniger Flüge zu Randzeiten.
Zudem wird die Verbindung zwischen den beiden größten Städten im Bundesstaat Südaustralien – Adelaide und Mount Gambier – vollständig eingestellt. Auch Jetstar plant, weniger Inlandsverbindungen anzubieten. Besonders betroffen sind Reisende in ländlichen Regionen, wo das Angebot ohnehin begrenzt ist.
Experten warnen, dass einzelne Orte bei weiteren Kürzungen ganz vom Luftverkehr abgeschnitten werden könnten.
