Spirit Airlines stellt Betrieb ein: Insolvenz und drastisch gestiegene Treibstoffkosten

Die insolvente US-Billigfluggesellschaft Spirit Airlines hat den Betrieb eingestellt und alle Flüge gestrichen. Ohne zusätzliche Finanzmittel habe die Airline keine andere Wahl, teilte Spirit heute mit. Hintergrund sind die infolge des von den USA begonnenen Krieges gegen den Iran drastisch gestiegenen Treibstoffpreise.
Spirit Airlines ist die erste Firma der Branche, die im Zuge des Iran-Kriegs aufgeben muss. Eine Vorstandssitzung sei ohne Einigung auf eine Rettung des Unternehmens zu Ende gegangen, sagten zwei mit den Gesprächen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.
Eine der Personen erklärte, Spirit werde die Flüge stoppen, Flugzeuge für die Rückgabe verlegen und die Belegschaft nach Hause schicken. US-Verkehrsminister Sean Duffy sagte Reuters, er habe versucht, andere Fluggesellschaften zum Kauf von Spirit zu bewegen, jedoch keine Interessenten gefunden.
Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hatte eine Rettung mit 500 Millionen Dollar erwogen. Spirit Airlines hatte zeitweise fünf Prozent der US-Flüge abgewickelt und galt als Preisdämpfer auf Strecken mit Konkurrenz zu großen Anbietern. Nach Angaben von CNN geht es um rund 17.000 Jobs.
