SMI fällt um 1,06%: Nestlé-Dividendenabgang drückt – DocMorris auf Acht-Monate-Hoch

Die Schweizer Börse ist mit klaren Verlusten in die Woche gestartet. Der Leitindex SMI schloss am Montag 1,06 Prozent tiefer bei 13'284 Punkten. Insgesamt lagen 14 der 20 SMI-Werte im Minus. Stark zu spüren war der Dividendenabgang beim Indexschwergewicht Nestlé; die Aktie verlor fast 3 Prozent.
Die weiteren Schwergewichte entwickelten sich uneinheitlich: Novartis schloss 0,5 Prozent tiefer, während Roche um 0,3 Prozent zulegte. Unter Druck standen zudem bau- und konjunktursensible Titel wie Geberit und Sika, die jeweils rund 3 Prozent einbüssten. Gefragt waren dagegen Versicherer: Swiss Life stiegen um 0,3 Prozent, Swiss Re um 0,6 Prozent und Zurich um 1 Prozent.
Auch Kühne+Nagel (+0,6 Prozent) und Swisscom (+1,5 Prozent) legten zu. Am breiten Markt gaben Swatch, Accelleron und Temenos jeweils um rund 3 Prozent nach. Die Aktien von DocMorris setzten ihren Höhenflug fort und notieren nach einem Plus von 10 Prozent am Montag auf dem höchsten Stand seit Mitte August 2025.
Der Börsenneuling Centiel baute den 20-prozentigen Kurssprung vom Freitag um weitere 4 Prozent aus. Für zusätzliche Unsicherheit sorgte die Lage am Persischen Golf. Die vor dem Wochenende angekündigte Öffnung der Strasse von Hormus bis zum Ende der Waffenruhe am Mittwoch währte nur einen Tag.
Entgegen früheren Äusserungen von US-Präsident Donald Trump wird Vizepräsident JD Vance noch am Montag in Islamabad erwartet, um die Verhandlungen mit dem Iran fortzusetzen. Der Ölpreis zog in der Folge deutlich an: Brent zur Lieferung im Juni verteuerte sich um etwa dreieinhalb Prozent auf 93,61 US-Dollar je Barrel, nachdem die Notierung in der Nacht zeitweise bis auf 97,50 Dollar gestiegen war.
An der Wall Street präsentierten sich die Indizes gemischt. Der S&P 500 sank leicht um 0,08 Prozent auf 7'120 Punkte, der technologieorientierte Nasdaq 100 verlor 0,2 Prozent auf 26'616 Zähler, während der Dow Jones Industrial mit 49'435 Punkten nahezu unverändert blieb.
Kurz vor dem Auslaufen der Feuerpause im Iran-Krieg am Mittwoch ist der Fortgang der Gespräche zwischen Washington und Teheran offen. Für Spannungen sorgt vor allem die Seeblockade in der Strasse von Hormus; die US-Marine hatte am Sonntag einen iranischen Frachter angegriffen und unter ihre Kontrolle gebracht.
Der Iran erklärte, es liege noch keine Entscheidung über weitere Verhandlungen vor. Bei den US-Einzelwerten setzten Softwarewerte wie Salesforce und Adobe ihre jüngste Erholungsbewegung fort. Solide Finanz- und Versicherungswerte stützten den Dow.
Im Technologiesektor war das Bild gemischt; eine Ausnahme bildete Marvell Technology mit einem Plus von 4,3 Prozent, nachdem der US-Onlinedienst The Information berichtete, Google verhandle mit dem Halbleiterhersteller über die Entwicklung zweier neuer Chips für effizientere KI-Modelle.
Die wieder steigenden Ölpreise belasteten die Luftfahrtbranche; American Airlines verloren 4,2 Prozent.
