SFV sperrt Ex-FCL-Assistenztrainer nach Rassismusvorfall für acht Spiele

Der Schweizerische Fussballverband (SFV) hat den ehemaligen Assistenztrainer des FC Luzern nach einem Rassismusvorfall bei einem U20-Spiel der FCL-Frauen gegen die Grasshoppers für acht Spiele gesperrt und mit 500 Franken gebüsst. Zudem werden dem Ex-Coach die Untersuchungskosten auferlegt.
Auslöser war ein Vorfall am 4. April: Die GC-Nachwuchsspielerin Deborah Nyota wurde von einem Luzerner Funktionär als «Moh***kopf» bezeichnet. Der FC Luzern stellte daraufhin den damaligen Assistenztrainer sowie einen weiteren involvierten Funktionär per sofort frei.
Nun hat der SFV, vertreten durch die Direktion Frauenfussball und auf Basis der Untersuchung und rechtlichen Prüfung seines Rechtsdienstes, das Disziplinarverfahren abgeschlossen.
Unter Berücksichtigung aller relevanten Umstände sowie der geltenden Rechtsprechung zu Diskriminierungen hält der Verband die Sanktionen gegen den ehemaligen Assistenztrainer für angemessen: acht Spiele Sperre, eine Busse von 500 Franken und die Übernahme der Untersuchungskosten.
Gegen den FC Luzern sprach der SFV keine Disziplinarmassnahmen aus. Der Club habe sich nicht pflichtwidrig verhalten und den Vorfall «proaktiv und vorbildlich aufgearbeitet». Bereits im April hatte sich der FCL öffentlich klar positioniert. «Das Verhalten der beiden Funktionäre war in keiner Weise akzeptabel – weder in der Wortwahl noch in der Reaktion auf die dadurch ausgelöste Dynamik», sagte Sportchef Remo Meyer.
«Wir distanzieren uns entschieden davon. Bezüglich Rassismus verfolgt der FC Luzern eine klare Nulltoleranz-Haltung.» Auch die Grasshoppers distanzierten sich in einer Mitteilung deutlich: «Rassismus, Diskriminierung und jede Form von Ausgrenzung haben bei uns keinen Platz.
Wir distanzieren uns entschieden von solchen Haltungen und stehen für ein offenes, faires und inklusives Miteinander auf und neben dem Platz.»
