Schärer pfeift PSG–Bayern-Hinspiel – In Italien droht Schiri-Skandal, Rocchi legt Amt nieder

Sandro Schärer erhält eine prestigeträchtige Aufgabe: Der Schweizer Schiedsrichter ist von der Uefa für das Halbfinal-Hinspiel der Champions League zwischen Vorjahressieger Paris Saint-Germain und Bayern München am Dienstagabend im Parc des Princes aufgeboten.
Es ist das erste Mal seit 2010, dass in der Endphase der Königsklasse wieder ein Schweizer Unparteiischer zum Einsatz kommt. Zuletzt hatte vor 16 Jahren Massimo Busacca ein Champions-League-Halbfinal geleitet – die Partie zwischen Olympique Lyon und Bayern München.
Für Schärer ist die Ansetzung ein markanter Karrierehöhepunkt und ein seltenes Ausrufezeichen für das Schweizer Schiedsrichterwesen. Währenddessen droht dem italienischen Fussball ein neuer Schiedsrichter-Skandal. Gianluca Rocchi, Referee-Koordinator für die Serie A und B, legte am Wochenende sein Amt nieder, nachdem die Staatsanwaltschaft Mailand Ermittlungen wegen mutmasslicher Beteiligung an Sportbetrug aufgenommen hatte.
Nach Berichten soll Rocchi Druck auf Schiedsrichter ausgeübt und Einfluss auf VAR-Entscheidungen genommen haben. Zudem geht es um den Vorwurf, bei Ansetzungen gezielt Referees ausgewählt zu haben, die Inter Mailand zugeneigt gewesen seien, wie die Gazzetta dello Sport berichtet.
Im Fokus stehen demnach mehrere Spiele der aktuellen Saison 2025/2026. Wie die Ermittlungen weitergehen, ist offen; für die italienische Schiedsrichterführung ist die Lage jedoch bereits jetzt belastend.
