Schweizer Filmpreis 2026: «Heldin» bester Spielfilm, «I Love You, I Leave You» gewinnt Doku-Quartz
Zürich, 27. März 2026 – Die Schweizer Filmakademie hat die Gewinnerinnen und Gewinner des Schweizer Filmpreises 2026 bekanntgegeben. In den beiden Hauptkategorien setzten sich «Heldin» als bester Spielfilm und «I Love You, I Leave You» als bester Dokumentarfilm durch.
Die Preisverleihung fand in Anwesenheit von Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider statt. «Heldin» von Petra Volpe (Zodiac Pictures Ltd, Lukas Hobi, Reto Schaerli) gewann neben dem Hauptpreis drei weitere Auszeichnungen: Volpe wurde für das beste Drehbuch geehrt, und Jacques Kieffer, Gina Keller sowie Marco Teufen erhielten den Quartz für den besten Ton.
Zudem ging der erstmals von der Schweizer Filmakademie und dem Bundesamt für Kultur vergebene Box Office Quartz für den grössten Kinoerfolg an «Heldin» – mit 206’810 Eintritten. Diese Auszeichnung ist nicht mit einem Preisgeld verbunden. Den Quartz für den besten Dokumentarfilm holte Moris Freiburghaus mit «I Love You, I Leave You» (Sabotage Filmkollektiv GmbH, Leon Schwitter, Fabiana Seitz).
Der Film wurde auch für die beste Filmmusik ausgezeichnet; den Preis erhielt Dino Brandão. Der Spielfilm «Bagger Drama» von Piet Baumgartner verzeichnete zwei Darstellerpreise: Phil Hayes wurde als bester Darsteller für seine Rolle als Paul geehrt, Bettina Stucky als beste Darstellerin für ihre Rolle als Conny.
Als bester Nebendarsteller wurde Sven Schelker für seine Interpretation des Anatol in «Stiller» von Stefan Haupt ausgezeichnet. Zwei weitere Quartz-Trophäen gingen an «À bras-le-corps»: Benoit Dervaux gewann in der Kategorie beste Kamera, Karine Sudan in der Kategorie beste Montage.
«Yonne» von Julietta Korbel, Yan Ciszewski (Rita Productions Sàrl, Marine Dumas) wurde als bester Kurzfilm prämiert. «Ich bin nicht sicher» von Luisa Zürcher erhielt den Preis für den besten Animationsfilm. Als bester Abschlussfilm wurde «Qui part à la chasse» von Lea Favre (École cantonale d’art de Lausanne, Hélium Films) gewürdigt.
Der Spezialpreis der Akademie ging an Damien Hauser für seinen kreativen Einsatz von künstlicher Intelligenz im Spielfilm «Memory of Princess Mumbi». Der Tessiner Regisseur, Drehbuchautor und Produzent Villi Hermann wurde mit dem Ehrenpreis für sein Lebenswerk geehrt; die Laudatio hielt Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider, Vorsteherin des Eidgenössischen Departements des Innern.
Die Nominationen wie auch die Gewinnerinnen und Gewinner werden von rund 500 zahlenden Mitgliedern der Schweizer Filmakademie in einem anonymen Wahlverfahren bestimmt. Für die Nominationen werden Preisgelder vergeben; mit dem Gewinn des Filmpreises sind keine zusätzlichen Geldbeträge verbunden.
