Schweiz seit neun Tagen unter 50 Neuinfektionen – 13 Kantone ohne neuen Fall seit 21. Mai
Die Lage in der Schweiz hat sich weiter beruhigt: Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) verzeichnete in den vergangenen neun Tagen jeweils weniger als 50 neue Coronavirus-Fälle. Gestern meldeten die Kantone insgesamt 10 positive Tests. Bei so tiefen Zahlen ist das Contact Tracing – die Nachverfolgung und Abklärung von Kontakten neu Infizierter – möglich.
Ein Blick auf die Kantonsübersicht zeigt zudem, dass alle Kantone ihre Ansteckungskurve brechen konnten. Das gilt auch für die einstigen Hotspots Tessin, Genf und Waadt, die gemessen an der Bevölkerung weiterhin die meisten Fälle pro 10'000 Einwohner ausweisen.
Seit dem 21. Mai kamen gemäss corona-data.ch die meisten neu gemeldeten Fälle aus dem Kanton Bern (12), der Waadt (8), Zürich (7) und dem Tessin (5). Alle anderen Kantone registrierten weniger als fünf neue Infektionen. Auffällig ist zugleich: 13 Kantone meldeten seit dem 21.
Mai keinen neuen Fall – darunter nicht nur kleinere Kantone, sondern auch St. Gallen, Solothurn und Basel-Stadt. Am längsten ohne neue Meldung blieb der kleinste Kanton, Appenzell Innerrhoden: Dort wurde zuletzt am 23. April ein positiver Fall registriert. In Glarus und Schwyz wurden zuletzt am 14.
Mai neue Fälle gemeldet. Aktuell sind 17 Kantone seit mehr als zwei Tagen ohne gemeldete Neuinfektion. Im Tessin, das zu Beginn der Pandemie besonders stark betroffen war und zwischenzeitlich auch in den Spitälern eine zugespitzte Lage erlebte, lag der Durchschnitt in den letzten zehn Tagen bei 2,6 neuen Fällen pro Tag.
Vor zehn Tagen lagen in dieser Statistik Aargau, Bern, Freiburg, Genf, Waadt und Zürich vor dem Tessin. Inzwischen weist das Tessin im 10-Tages-Schnitt zwar wieder die meisten neuen Fälle aus, insgesamt sank der Wert jedoch von 3,4 auf 2,6.
