ProSiebenSat1Puls4-Chef warnt vor Kollaps des Medienmarkts und sieht Chancen bei MFE-Übernahme

Bernhard Albrecht, Geschäftsführer von ProSiebenSat1Puls4, warnt vor einem möglichen Kollaps des österreichischen Medienmarkts. Zugleich sieht er in der angestrebten Übernahme des ProSiebenSat1-Konzerns durch die MFE-Holding der Familie Berlusconi Chancen für den Standort.
Seine Forderung: „Kooperation muss ORF-Auftrag werden.“ Am Donnerstag endet die Frist für die Übernahme des deutschen Medienkonzerns ProSiebenSat1 durch die MFE-Holding. Albrecht verknüpft die Debatte über die künftige Eigentümerstruktur mit einem Appell an die Medienpolitik: Mehr Zusammenarbeit mit dem ORF solle ausdrücklich als Auftrag festgeschrieben werden, um die Branche zu stabilisieren.
ProSiebenSat1 mit Sitz in München hält in Österreich die größte private TV-Gruppe mit den Sendern ATV, ATV 2, Puls 4 und Puls 24. Vor diesem Hintergrund betont Albrecht, dass eine mögliche Neuordnung der Eigentümerseite Perspektiven eröffnen könne, wenn die Rahmenbedingungen für Kooperation stimmen.
Wie es nach dem Auslaufen der Frist weitergeht, bleibt demnach abzuwarten. Albrecht verbindet die Entscheidung über die Zukunft des Konzerns mit einem klaren Signal an die Verantwortlichen: Ohne strukturelle Kooperation drohe der Markt zu erodieren, mit ihr könnten Chancen genutzt werden.
