Organisatoren: Israel stoppt Gaza-Hilfsschiffe nahe Griechenland; UNO-Botschafter bestätigt Stopp

In internationalen Gewässern nahe Griechenland ist es nach Angaben der Organisatoren zu einem Eingreifen der israelischen Marine gegen eine Hilfsflotte für den Gazastreifen gekommen. Die Organisatoren der „Global Sumud Flotilla“ teilten im Onlinedienst X mit, israelische Armeeboote hätten die Schiffe „illegal umzingelt“ und mit Entführung und Gewalt gedroht.
Außerdem sei die Kommunikation mit elf Booten unterbrochen worden. Israels UNO-Botschafter Danny Danon bestätigte auf X, die Flotte sei gestoppt worden, bevor sie israelisches Gebiet erreicht habe. Wo genau der Eingriff erfolgte, ließ er offen. Nach dem Livetracking der Organisation befanden sich die Schiffe vor der Küste Griechenlands in der Nähe von Kreta.
Die Initiative war den Angaben zufolge in den vergangenen Wochen mit mehr als 50 Booten aus Marseille in Frankreich, Barcelona in Spanien und Syrakus in Italien ausgelaufen. Ziel sei gewesen, Hilfsgüter in den Gazastreifen zu bringen. Bereits Ende 2025 hatte nach diesen Angaben eine Hilfsflotte versucht, den Gazastreifen zu erreichen.
Damals wurden die Schiffe von der israelischen Marine aufgebracht, die Besatzungsmitglieder festgenommen und anschließend ausgewiesen. Hilfsorganisationen zufolge bleibt die humanitäre Lage im Gazastreifen weiterhin äußerst prekär. Wie es mit den nun gestoppten Schiffen weitergeht, war zunächst unklar.
