Lolas 2026: "In die Sonne schauen" führt mit elf Nominierungen – "Gelbe Briefe" und "Amrum" im Rennen

Mascha Schilinskis Drama "In die Sonne schauen" geht mit elf Nominierungen als Favorit in das Rennen um die Lolas 2026. Die Deutsche Filmakademie gab die Kandidaten für den 76. Deutschen Filmpreis am Dienstag bekannt. Unter den norddeutschen Hoffnungsträgern sind zudem İlker Çataks "Gelbe Briefe" mit neun Nennungen und Fatih Akins "Amrum" mit sechs.
Beide treten in der Königskategorie "Bester Spielfilm" an. Präsentiert wurden die Nominierungen von Akademiepräsident Florian Gallenberger und Schauspielerin Maria Ehrich, Botschafterin des Deutschen Filmpreises. Bekanntgegeben wurden die Felder für besten Kinderfilm, besten Dokumentarfilm und besten Spielfilm.
Zu den sechs Nominierten in der Sparte "Bester Spielfilm" zählen auch die in Norddeutschland verwurzelten Produktionen: "Gelbe Briefe" des Hamburg-Media-School-Absolventen İlker Çatak wurde in Hamburg gedreht und produziert und erhielt unter anderem eine Nominierung für die beste Regie.
Akins "Amrum", basierend auf Kindheitserinnerungen von Hark Bohm, wurde sechsmal berücksichtigt. "In die Sonne schauen", beim Filmfestival von Cannes mit dem Preis der Jury ausgezeichnet, war Deutschlands Hoffnung auf eine Oscar-Nominierung als bester internationaler Film, schaffte es jedoch nicht unter die letzten fünf.
In dem Film spielt der aus Lübeck stammende Hamburger Schauspieler Filip Schnack eine Nebenrolle. Im Dokumentarfilmbereich ist Sabine Lidls "Siri Hustvedt – Dance around the self" für eine Lola nominiert. Die Produktion über die US-Schriftstellerin feierte im Februar bei der Berlinale Weltpremiere; Hustvedt ist derzeit mit ihrem neuen Buch "Ghost Stories" auf Lesereise.
Außerdem wurde der aus Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) stammende Schauspieler Peter Kurth für die beste männliche Nebenrolle in "Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße" nominiert. Die Preisverleihung findet am 29. Mai in Berlin statt. Wie im Vorjahr wird Musiker und Schauspieler Christian Friedel die Gala moderieren.
Die Ehren-Lola für das Lebenswerk soll Autor und Regisseur Wim Wenders erhalten. Im vergangenen Jahr gewann Tim Fehlbaums Thriller "September 5" die Lola in Gold für den besten Spielfilm. Die vollständige Liste der Nominierungen stellt die Deutsche Filmakademie bereit.
