Lawine im Khumbu-Eisbruch verletzt zwei Bergsteiger am Mount Everest

Im berüchtigten Khumbu-Eisbruch am Mount Everest sind am frühen Dienstagmorgen zwei Bergsteiger von einer Lawine erfasst und verletzt worden. Der Unfall ereignete sich kurz vor 6 Uhr, als Sherpas und Träger Material in die höher gelegenen Lager transportierten.
Nach Angaben der nepalesischen Zeitung The Tourism Times löste sich ein großer Eiszapfen, dessen herabstürzende Eismassen eine Gruppe trafen. Verletzt wurden demnach der nepalesische Sherpa Pemba Tenduk und der indische Bergsteiger Nimish Kumar Singh. Beide wurden teilweise verschüttet, konnten jedoch von nahe stehenden Sherpas rasch befreit werden.
Videos der Rettung wurden später auf Instagram veröffentlicht. Die Verletzten wurden per Helikopter in ein Krankenhaus nach Kathmandu geflogen; Lebensgefahr bestehe nicht, berichtete The Tourism Times weiter. Der Khumbu-Eisbruch gilt als einer der gefährlichsten Abschnitte der Normalroute auf den höchsten Berg der Erde.
Nach Einschätzung vieler Expeditionsteams hat sich das Risiko in den vergangenen Jahren aufgrund steigender Temperaturen und instabiler Eisformationen weiter erhöht. Nach wochenlanger Verzögerung hat in der vergangenen Woche der große Andrang auf den Everest eingesetzt.
Hunderte Sherpas und Träger bewegten sich durch den Khumbu-Gletscher in Richtung Camp 2 und darüber hinaus. Bereits zuvor kam es zu Zwischenfällen, darunter ein Lawinenabgang und ein Sturz in eine Gletscherspalte; verletzt wurde dabei niemand, wie Explorers Web berichtete.
Vor rund einer Woche wurde zudem bekannt, dass ein gigantischer Eisblock den Weg zum Everest-Gipfel versperrt. Die Route ist grundsätzlich offen, gilt aber als gefährlich. Besonders der große Sérac sorgt für zusätzliche Risiken. In diesem Abschnitt müssten alle Bergsteiger und Guides äußerste Vorsicht walten lassen, heißt es.
