Lange Nacht der Forschung zieht 192.000 Interessierte an – „Forschung im Zentrum“ feiert Premiere in Wien

Wissenschaft zum Anfassen hat in Österreich kräftig gezogen: 192.000 Menschen besuchten die Lange Nacht der Forschung und machten an mehr als 300 Standorten im ganzen Land Forschung unmittelbar erlebbar.
In Wien feierte dabei „Forschung im Zentrum“ Premiere – ein erstmals gemeinsam organisierter Standort des Bundesministeriums für Frauen, Wissenschaft und Forschung (BMFWF), des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) sowie des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET) am Maria-Theresien-Platz.
An zahlreichen Mitmachstationen blickten Besucherinnen und Besucher Forscherinnen und Forschern über die Schulter, lernten ihre Arbeitsfelder kennen und führten eigene Experimente durch.
Eva-Maria Holzleitner, Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung, sprach von einem starken Signal: Die Lange Nacht der Forschung biete der Wissenschaft eine Bühne und zeige, wie wichtig verständliche, zugängliche Forschung für die Gesellschaft sei.
Innovationsminister Peter Hanke betonte, Forschung und Innovation leisteten einen wesentlichen Beitrag zur Lebensqualität, zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts und zur Schaffung neuer Arbeitsplätze; in der Industriestrategie seien neun Schlüsseltechnologien und Stärkefelder definiert, in denen Österreich bereits zur Weltspitze zähle oder das Potenzial dazu habe.
Staatssekretärin Elisabeth Zehetner (BMWET) hob hervor, dass die Veranstaltung Forschung, Neugier und Innovationskraft niedrigschwellig zusammenbringe – und verwies darauf, dass in Österreich mehr als die Hälfte der gesamten Forschungsausgaben aus der Industrie und industrienahen Dienstleistungen komme.
Ein lebhaftes Bühnenprogramm ergänzte die Stationen. Zum Auftakt begeisterte eine Kindershow von Bernhard Weingartner. Es folgte ein Science-Slam-Beitrag der österreichischen Staatsmeisterin 2020, Karina Grömer, über ein „hallstattzeitliches It-Girl“ samt Soundeffekten und Social Distancing in der Bronzezeit.
Der Bioinformatiker Martin Kapun, bekannt als „Herr der Fliegen“, widmete sich der wechselvollen Beziehung zwischen Fruchtfliege und Mensch.
Nach Begrüßungen durch Bundesministerin Holzleitner, Staatssekretärin Zehetner, Sektionsleiterin Henriette Spyra (in Vertretung von Bundesminister Peter Hanke) und die Generaldirektorin des NHM, Katrin Vohland, wurde der Heinz Oberhummer Award 2026 für hervorragende Wissenschaftskommunikation an die britische Schriftstellerin, Komikerin sowie Radio- und Fernsehmoderatorin Sandi Toksvig verliehen.
Zum Abschluss traten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Christian Doppler Forschungsgesellschaft (CDG) in einem Science Slam gegeneinander an – das Publikum kürte die überzeugendste Präsentation. Österreichweit umfasste das Programm mehr als 3.000 Stationen, Führungen, Workshops, Vorträge, -Präsentationen und Experimente.
Ziel war es, Forschung sichtbar, begreifbar und im besten Sinn alltagstauglich zu machen – eine Bilanz, die nach Einschätzung der beteiligten Ministerien an diesem Abend eindrucksvoll aufging.
