KCNA: Nordkorea sieht sich nicht an Atom‑Nichtverbreitungsverträge gebunden

Nordkorea sieht sich nicht an Verträge zur Nichtverbreitung von Atomwaffen gebunden. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA heute.
Der ständige Vertreter Nordkoreas bei den Vereinten Nationen, Kim Song, warf den USA und einigen weiteren Staaten vor, die Atmosphäre bei der elften Überprüfungskonferenz des Atomwaffensperrvertrags zu „vergiften“, indem sie das Thema der nordkoreanischen Atomwaffen auf die Tagesordnung setzten.
Die Position seines Landes als Atommacht ändere sich nicht „durch rhetorische Behauptungen oder einseitige Wünsche von Außenstehenden“, sagte Kim laut den Angaben. Nordkorea war 2003 nach US-Hinweisen auf ein heimliches Programm zur Urananreicherung aus dem Atomwaffensperrvertrag ausgestiegen.
Die jünglichen Äußerungen verweisen auf die von Pjöngjang seit Jahren vertretene Haltung und erfolgten im Umfeld der laufenden Überprüfungsberatungen. KCNA nannte in dem Bericht keine weiteren Details zu möglichen nächsten Schritten. Eine Reaktion der von Kim kritisierten Staaten wurde in den Angaben nicht erwähnt.
