Inflation steigt laut Schnellschätzung auf 3,3 Prozent: FPÖ-Politikerin Kolm wirft Regierung Versagen vor

Die Inflationsrate in Österreich ist laut der heutigen Schnellschätzung der Statistik Austria im April 2026 auf 3,3 Prozent gestiegen. FPÖ-Wirtschaftssprecherin und Nationalratsabgeordnete Barbara Kolm nahm die Schätzung zum Anlass für scharfe Kritik an der Regierung.
Als zentralen Treiber nannte sie deutlich höhere Energiepreise und sprach von einer fortgesetzten Belastung für Haushalte und Unternehmen. Kolm verwies auf ein Plus von 10,7 Prozent bei Energie. Das sei ein erheblicher Kostenschub und ein weiterer Beleg dafür, dass die Regierung die Teuerung nicht in den Griff bekomme, sagte sie.
Österreich liege damit weiterhin über vergleichbaren Ländern, so Kolm, die auf 2,9 Prozent Inflation in Deutschland und 2,5 Prozent in Frankreich verwies – beide ihrer Darstellung nach ebenfalls steigend, aber unter der Drei-Prozent-Marke. Die von ihr so bezeichnete schwarz-rot-pinke Koalition schaffe es nicht, die Preisentwicklung wirksam einzudämmen.
Kurzfristige Dämpfungseffekte – Kolm nannte unter anderem den heuer früheren Ostertermin – könnten die strukturellen Probleme nicht verdecken. Als Beispiel für die aus ihrer Sicht begrenzte Wirkung einzelner Maßnahmen führte sie an, dass laut Statistik Austria die sogenannte Spritpreisbremse die Inflation lediglich um 0,2 Prozentpunkte senke.
Vor diesem Hintergrund kritisierte sie öffentliche Auseinandersetzungen zwischen Regierungspartnern: Während SPÖ-Vertreter laut Kolm weitere Margenkürzungen forderten, lobten ÖVP und NEOS die Spritpreisbremse. Die Bevölkerung warte auf eine „dringend nötige Steuersenkung auf Treibstoffe“, sagte sie.
Ein erheblicher Teil der Teuerung sei hausgemacht, betonte Kolm. Hohe Energieabgaben, politisch geschaffene CO2-Belastungen, steigende Gebühren und zusätzliche Regulierung trieben die Preise dauerhaft nach oben. Das schwäche nicht nur die Kaufkraft, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit des exportorientierten Standorts Österreich – von Energie über Dienstleistungen bis hin zu Lebensmitteln.
Aus Sicht der FPÖ braucht es eine wirtschaftspolitische Kehrtwende. Kolm fordert eine zeitnahe und spürbare Senkung von Steuern und Abgaben auf Energie und Treibstoffe, ein Ende automatischer staatlicher Belastungsmechanismen sowie strukturelle Reformen zur Stärkung von Wettbewerb und Angebot.
„Was die Menschen jetzt brauchen, sind reale Entlastungen und steigende verfügbare Einkommen und nicht das nächste Regierungsprovisorium“, erklärte sie.
