Hape Kerkeling als »Brillenträger des Jahres« ausgezeichnet

Goldene Kamera, Bayerischer Filmpreis, Romy: Der Komiker und Schauspieler Hape Kerkeling, 61, hat in seiner langen Karriere schon viele Auszeichnungen bekommen. Nun kommt eine weitere dazu. Die hat allerdings weniger mit seinen Qualitäten als Entertainer und mehr mit seiner Fehlsichtigkeit zu tun: Kerkeling ist »Brillenträger des Jahres 2026«.
Verliehen wird der Titel vom Kuratorium Gutes Sehen den Angaben zufolge an Persönlichkeiten, die in der Öffentlichkeit stehen und dazu beitragen, Vorbehalte gegenüber der Brille abzubauen. Hape Kerkeling stehe »beispielhaft für einen gelassenen und natürlichen Umgang mit der eigenen Fehlsichtigkeit«, heißt es vom Kuratorium.
Kerkeling singt dazu ein wahres Loblied auf die Sehhilfe: »Die Brille wurde so um die vierzig mein treuester Begleiter – quasi die einzige Begleitung, die nie meckert, wenn ich sie morgens als Erstes sehen will«, sagte er dazu laut Mitteilung.
Und weiter: »Eine Brille ist das einzige Accessoire, das dich gleichzeitig klüger, interessanter und modisch mutiger wirken lässt.« Der 61-Jährige hat eigenen Angaben zufolge »die klassische Weitsichtigkeit – also die Arme wurden einfach irgendwann zu kurz für die Zeitung«.
Er setze die Sehhilfe auch bewusst bei seinen Kunstfiguren ein. »Die Brille ist das Zepter des Charakters. Nehmen Sie Horst Schlämmer: Ohne dieses spezielle Gestell wäre er nur ein Mann mit Schnappatmung«, sagt der Komiker über seine Kunstfigur, den stellvertretenden Chefredakteur vom fiktiven »Grevenbroicher Tagblatt«.
In der Rolle ist er gerade im Kino mit dem Film »Horst Schlämmer sucht das Glück« zu sehen. (Lesen Sie hier eine Rezension) »Die Brille gibt der Figur ein Visier«, erläutert Kerkeling. Dann greift er noch mal zu großen Worten: »Wenn ich die Brille aufsetze, verändert sich mein ganzer Blick auf die Welt – und die Welt blickt anders auf mich.
Das ist pure Magie aus Acetat und Glas.«
