Fuchsfamilie auf Aarauer Friedhof: Stadt mahnt zu Abstand und Fütterungsverbot

Auf dem Friedhof Rosengarten in Aarau hat sich eine Fuchsfamilie mit verspieltem Nachwuchs niedergelassen. Während viele Aarauerinnen und Aarauer entzückt reagieren, warnt der Kanton Aargau vor direktem Kontakt mit den Tieren. Die Stadt ruft Besucherinnen und Besucher zudem auf, respektvoll Abstand zu halten und die Füchse nicht zu füttern.
Aufnahmen einer Wildtierkamera, die über den Instagram-Kanal der Stadt Aarau geteilt wurden, haben Hunderte Menschen begeistert. Begleitet wurden die Bilder von der Botschaft, dass Aarau ein Ort sei, an dem Tiere und Menschen friedlich nebeneinander leben können.
Zugleich betont die Stadt: Begegnungen sollen mit Rücksicht und Distanz erfolgen – Füttern ist tabu. Der Rotfuchs hat sich dank hoher Anpassungsfähigkeit in vielen urbanen Gebieten etabliert. Laut einem Merkblatt des Kantons Aargau gelten Füchse für Menschen nicht als gefährlich: Unter normalen Umständen greifen sie Menschen nicht an und sind nicht aggressiv.
Auch das Tollwutrisiko besteht nicht mehr; die Schweiz gilt seit 1999 als tollwutfrei. Gleichzeitig weisen die Behörden darauf hin, dass Füchse aufdringlich werden können, wenn sie an Menschen gewöhnt werden. Deshalb ist es wichtig, sie als Wildtiere zu respektieren und Abstand zu wahren.
Zudem können die Tiere Krankheiten übertragen, etwa den Fuchsbandwurm. Der Kanton gibt ausserdem Hinweise, wie sich Wildtiere vom eigenen Garten und Haus fernhalten lassen. Der Grundtenor der Empfehlungen bleibt klar: beobachten ja – aber aus der Distanz und ohne Fütterung.
