FCB-Sportchef Stucki: Abschied war intern seit Wochen bis Monaten bekannt

Der vermeintlich überraschende Abschied von Daniel Stucki beim FC Basel war intern seit Wochen bis Monaten geplant. Das sagte der Sportchef nach dem 3:1-Sieg gegen den Tabellenleader aus Thun – wenige Tage nachdem er sein Aus auf Sommer angekündigt hatte, ein Jahr vor Vertragsende.
Noch Mitte März hatte Stucki erklärt, er habe «noch ein Jahr Vertrag, der Job gefällt mir», und über die Kaderplanung für die nächste Saison gesprochen. Nun stellt er klar: «Also plötzlich ist es nicht. Der Verein weiss schon länger Bescheid.» Unruhe habe man vermeiden wollen.
Wer den Posten ab Sommer übernehmen wird, ist weiterhin offen. Auf Nachfrage präzisierte Stucki, die interne Kenntnis bestehe seit «ein paar Wochen bis Monate». Nach seinen Angaben waren Präsident David Degen und der Verwaltungsrat seit einiger Zeit informiert; öffentlich gemacht wurde die Personalie jedoch erst jetzt.
Dass bis dahin Stillschweigen herrschte, sei Ausdruck professioneller Arbeitsweise, so Stucki. Zur Frage, warum die Mitteilung ausgerechnet jetzt erfolgte, sagte Stucki, der Club habe dies so gewollt, um sich gut vorbereiten zu können – auch mit Blick auf eine Nachfolgelösung und die geordnete Übergabe.
Über den richtigen Zeitpunkt wollte er nicht diskutieren: Der sei wohl nie optimal, denn früher wie später hätte es Kritik gegeben. Stucki wirkte gelöst und blickte nach dem Sieg auf eine erfolgreiche Zeit bei Rotblau zurück; er gehörte zu den Verantwortlichen, mit denen der FC Basel in der vergangenen Saison das Double gewann.
Wie es für ihn weitergeht, liess er offen: «Vielleicht mache ich den Job ja noch weiter, einfach irgendwo anders», sagte er mit einem Lächeln.
