EY: KI-Boom lässt 2025 Investitionen in Schweizer Startups stark steigen
Der Boom rund um Künstliche Intelligenz hat die Geldflüsse in der Schweizer Startup-Szene 2025 spürbar verschoben: Laut dem „Startup Barometer Schweiz“ von EY Schweiz stiegen die Investitionen in KI-orientierte Jungfirmen um 206% auf rund 1,1 Milliarden Franken.
Die Zahl der Finanzierungsrunden in diesem Segment kletterte auf 163 nach 112 im Jahr 2024 – ein Plus von 46%. Damit entfiel fast ein Drittel aller Runden auf KI-Startups, gegenüber 22% im Vorjahr. Auch der Gesamtmarkt legte zu. EY zählte 515 Finanzierungsrunden, zwei mehr als 2024.
Das Finanzierungsvolumen wuchs um 44% von 2,3 auf 3,3 Milliarden Franken. „Nach einigen herausfordernden Jahren beobachten wir 2025 eine klare Stabilisierung im Schweizer Startup-Ökosystem. Sowohl die Anzahl der Finanzierungsrunden als auch das investierte Kapital sind wieder gestiegen“, kommentierte Milja Vulin Petrovic, Leiterin Startups und Scaleups bei EY Schweiz.
Wesentlichen Anteil daran hatten laut EY sogenannte Mega-Deals: 2025 wurden fünf Abschlüsse über 100 Millionen Franken verzeichnet, nach nur einem im Jahr 2024. Deren Gesamtvolumen stieg von 158 auf 747 Millionen Franken. Die KI-Deals verteilten sich über mehrere Branchen, doch insgesamt übernahm der Gesundheitssektor die Führung.
Er verzeichnete 2025 laut EY 147 Finanzierungsrunden (2024: 134) und ein Investitionsvolumen von rund 1,5 Milliarden Franken, was einem Marktanteil von 44% entspricht. „Software & Analytics“ folgte mit 924 Millionen Franken und einem Anteil von 28%, Fintech/Insurtech erreichte 9%, Hardware 7%.
Ein Blick auf die zehn grössten Finanzierungsrunden des Jahres zeigt die Dominanz des Gesundheitsbereichs: An der Spitze steht Sanoptis mit 235 Millionen Franken, gefolgt von Windward Bio (173 Millionen), Distalmotion (120 Millionen) und Glycoera (112 Millionen).
Dahinter rangiert General Intuition aus dem Bereich „Software & Analytics“ mit 107 Millionen. Komplettiert werden die Top Ten durch Ecorobotix (84 Millionen), Auterion (84 Millionen), Neural Concept (80 Millionen) sowie die Gesundheits-Startups Nuclidium (79 Millionen) und Rhygaze (74 Millionen).
Für den KI-Bereich weist EY die fünf grössten Abschlüsse gesondert aus: General Intuition mit 107 Millionen Franken führt die Liste an, gefolgt von Neural Concept (80 Millionen), Toloka (62 Millionen), Flexion Robotics (40 Millionen) und Deepjudge (34 Millionen).
Zum Vergleich: Die Investorenvereinigung SECA berichtete Anfang Monat in ihrem Swiss Venture Capital Report von 354 Finanzierungsrunden im vergangenen Jahr; diese Zahl habe etwa dem Vorjahreswert entsprochen. Das Investitionsvolumen bezifferte SECA mit rund 2,9 Milliarden Franken, ein Plus von 23,9% gegenüber dem Vorjahr.
Angesichts der tieferen Anzahl Abschlüsse sind diese Werte ebenfalls vergleichbar.
