Eingewechselter Spadanuda dreht Spiel: Luzern siegt 2:1 bei kriselnden Grasshoppers

Der FC Luzern hat in der Relegation Group der Super League einen Auswärtssieg gefeiert: Die Innerschweizer drehten im Letzigrund ein 0:1 in ein 2:1 gegen die Grasshoppers. Matchwinner war der zur Pause eingewechselte Kevin Spadanuda mit einem Doppelpack.
Begleitet wurde die Partie von Fanprotesten – die GC-Kurve blieb rund eine halbe Stunde weitgehend leer, zwei Banner verkündeten: „mir hend jetzt au eifach mal kei Lust“ und „F*** off LA FC!“. Nach einer schwachen ersten Halbzeit und dem 0:1-Rückstand reagierte Trainer Mario Frick in der Pause mit einem Doppelwechsel und brachte Spadanuda sowie Oscar Kabwit.
Etwas mehr als zehn Minuten nach Wiederbeginn glich Spadanuda aus: Nach Flanke von Captain Pius Dorn köpfte er aus kurzer Distanz ein. Goalie Justin Hammel war zwar noch dran, konnte den Ball aber nicht mehr abwehren.
GC-Aussenverteidiger Samuel Marques verlor dabei das Kopfballduell – eine Minute zuvor hatte er mit einem Schuss von der Strafraumgrenze das mögliche 2:0 verpasst, eine von mehreren Gelegenheiten des Heimteams in dieser Phase. Mit dem Ausgleich bekam Luzern Oberwasser.
In der 73. Minute lenkte Hammel einen Abschluss von Kabwit an den Pfosten, neun Minuten später fiel der Siegtreffer: Tyron Owusu bediente Kabwit im Strafraum, der legte zurück – Spadanuda stand goldrichtig und traf zum 2:1. Die Zürcher agierten erneut zu passiv und fanden keine Antwort mehr.
Hammel verhinderte in der Schlussphase, dass Spadanuda einen lupenreinen Hattrick schnürte; zudem traf Sinan Karweina kurz vor dem Ende die Latte. Für GC war es – inklusive Schweizer Cup – die siebte Niederlage in den letzten acht Spielen. Luzern entschied damit auch das vierte Direktduell dieser Saison für sich; die ersten drei hatte der FCL bereits gewonnen, im Schnitt fielen dabei sechs Tore.
Die Führung der Grasshoppers hatte Imourane Hassane in der 37. Minute erzielt – sein erstes Tor im 46. Einsatz. Die Pausenführung war verdient und hätte, angeführt von Alleinunterhalter Jonathan Asp Jensen, sogar höher ausfallen können. Abseits des Sportlichen prägten Fanproteste das Bild: Dort, wo die hartgesottenen GC-Anhänger sonst für Stimmung sorgen, blieben die Ränge zunächst leer.
Auf Transparenten stand „mir hend jetzt au eifach mal kei Lust“ sowie „F*** off LA FC!“. Nach rund einer halben Stunde strömte ein Bruchteil der Kurve zurück – und erlebte eine weitere Enttäuschung. Die gedrückte Stimmung erklärte sich auch mit der jüngsten Cup-Blamage im Halbfinal gegen Stade-Lausanne-Ouchy (0:2).
In der Relegation Group treffen die Grasshoppers als Nächstes am Sonntag, 3. Mai, im Letzigrund auf Servette. Luzern spielt bereits am Samstag auswärts bei Lausanne-Sport.
