Drei Schweizer Tourismusverbände lancieren Benimm-Kampagne für ausländische Gäste

Drei grosse Schweizer Tourismusverbände haben eine gemeinsame Kampagne gestartet, die sich gezielt an ausländische Besucher richtet. Mit klaren Verhaltenshinweisen wollen die Organisationen Konflikten rund um Rücksichtnahme, Müll und Auftreten in beliebten Ferienorten begegnen – und zugleich die Akzeptanz in der Bevölkerung erhöhen.
Ein Schwerpunkt liegt auf dem Verhalten im öffentlichen Verkehr. Die Schweiz gilt für ihr dichtes, zuverlässiges ÖV-Netz, doch damit das Miteinander in Zug, Bus und Schiff funktioniert, soll jeder seinen Teil beitragen. Die Kampagne erinnert daran, keine Sitze mit Gepäck zu blockieren, und gibt die Empfehlung: «Warten Sie, bis Sie an der Reihe sind» – beim Ein- und Aussteigen.
Auch die viel beschworene Ruhe und Idylle stehen im Fokus. Gäste werden angehalten, um Erlaubnis zu fragen, bevor sie Fremde fotografieren oder filmen, privates Eigentum zu respektieren und lokale Betriebe zu unterstützen. Hintergrund sind wiederkehrende Spannungen, etwa als 2024 in Grindelwald grosse Car-Reisegruppen auf einem Parkplatz eigene Spanferkel zubereiteten und das lokale Gewerbe leer ausging.
Für Ausflüge in die Natur geben die Verbände zusätzliche Hinweise. Der Reiz reicht vom Tessin mit mediterranem Flair bis zu Berggipfeln von bis zu 4600 Metern Höhe. Damit diese Landschaften erhalten bleiben, sollen Besucher auf markierten Wegen bleiben, Abfall korrekt entsorgen und auf passende Ausrüstung achten.
Mit der Kampagne verfolgen die Verbände zwei Ziele: Gäste sollen sich in der Schweiz wohler fühlen – und durch korrektes Verhalten soll die Akzeptanz von ausländischen Feriengästen in der Bevölkerung wachsen.
