Deutschland: die neusten Meldungen

(dpa) Auch mit Frühjahrsbeginn hat es in Deutschland keine Trendwende auf dem Arbeitsmarkt gegeben. Die Zahl der Arbeitslosen ist im April im Vergleich zum Vormonat um 13 000 gesunken, liegt aber mit 3,008 Millionen weiterhin über der Drei-Millionen-Grenze. NZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen.
Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan. Im Vergleich zum April 2025 stieg die Zahl der Arbeitslosen um 77 000, wie die Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag (30. 4.) in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote lag im April im Vergleich zum März unverändert bei 6,4 Prozent.
Im April 2025 hatte sie bei 6,3 Prozent gelegen. «Eine Trendumkehr am Arbeitsmarkt ist noch nicht in Sicht», sagte die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur, Andrea Nahles, in Nürnberg. «Die Frühjahrsbelebung fällt auch im April schwach aus.» Im April 2025 war die Frühjahrsbelebung mit einem Minus von 36 000 Arbeitslosen im April deutlich grösser ausgefallen, galt aber damals schon als schwach.
Für die Statistik griff die Bundesagentur auf Datenmaterial zurück, das bis zum 13. April vorlag. Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist zumindest nicht mehr signifikant weggebrochen, sondern stabilisierte sich auf niedrigem Niveau. Im April waren bei den Arbeitsagenturen 641 000 offene Stellen gemeldet.
Das sind 5000 weniger als vor einem Jahr. (dpa) Die deutsche Wirtschaft ist trotz aller Krisen zu Jahresbeginn deutlicher gewachsen als erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte im ersten Quartal zum Vorquartal um 0,3 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Daten am Donnerstag (30.
4.) mitteilte. Zwar handelt es sich nur um ein Mini-Wachstum, aber nicht zuletzt wegen des Iran-Kriegs waren die Erwartung deutlich pessimistischer. Sowohl die privaten als auch die staatlichen Konsumausgaben waren laut Angaben der Wiesbadener Statistiker in den ersten drei Monaten höher als im Schlussquartal 2025, in dem die deutsche Wirtschaft nach neu berechneten Zahlen nur um 0,2 Prozent zulegte.
Auch die Exporte nahmen laut den vorläufigen Erkenntnissen im ersten Quartal zu. «Das war ein überraschend guter Jahresauftakt, zumal auch schon das erste Quartal von Grönland-Wirren und Iran-Krieg belastet war», sagte Sebastian Wanke, Konjunkturexperte bei der Förderbank KfW.
«Die Daten zeigen, dass es für die deutsche Konjunktur ein starkes Jahr hätte werden können. Bleibt die Hoffnung auf eine baldige Öffnung der Strasse von Hormuz, sodass die Wachstumskräfte wieder atmen können.» Der Iran-Krieg dürfte den erhofften spürbaren Aufschwung ausbremsen.
Steigende Öl- und Spritpreise, Probleme in den Lieferketten, unsichere Exportmärkte: Die von Rohstoffimporten abhängige deutsche Wirtschaft bekommt die Folgen des Iran-Kriegs mit Wucht zu spüren. Volkswirte gehen davon aus, dass Deutschland länger mit den Folgen des Konflikts im Nahen Osten zu schaffen haben wird.
Höhere Energiepreise, gerade an Tankstellen, belasten Verbraucher und Unternehmen, das bremst Konsum und Investitionen. Die Kauflaune der Menschen war zuletzt so niedrig wie vor zwei Jahren. Reihenweise senkten Ökonomen ihre Konjunkturprognosen für das laufende Jahr.
Führende Wirtschaftsforschungsinstitute rechnen damit, dass die deutsche Wirtschaftsleistung 2026 nur um 0,6 Prozent zulegen wird. Die Bundesregierung ist mit 0,5 Prozent Plus noch pessimistischer. 2027 sollte mit 0,9 Prozent etwas besser werden. Vor dem Iran-Krieg hatten viele Experten ein Wachstum von rund einem Prozent in diesem Jahr erwartet, einige auch mehr.
(dpa) In Rheinland-Pfalz haben sich laut Informationen der Deutschen Presse-Agentur die christdemokratische CDU und die Sozialdemokraten auf die Bildung der ersten grossen Koalition geeinigt. Details sollen am Donnerstagnachmittag (30. 4.) in Mainz vorgestellt werden.
Etwas weniger als sechs Wochen nach der Landtagswahl wird mit Spannung erwartet, worauf sich die beiden Parteien mit ihren Verhandlungsführern Gordon Schnieder auf der Seite der CDU und Alexand…
