Deutsche sind Nachrichtenweltmeister: Studie zeigt Rekordanteil an „News Junkies“
Deutschland ist ein Land der Nachrichtenliebhaber: 35 Prozent der Erwachsenen gelten als „News Junkies“, die im Schnitt 7,2 Mal täglich die neuesten Meldungen checken und täglich 10,3 Artikel lesen. Damit liegt der Anteil der besonders nachrichtenaffinen Bürger hierzulande um 10 Prozentpunkte höher als in anderen untersuchten Märkten wie den USA oder Großbritannien.
Das zeigt die aktuelle „News Advertising Study“ von Stagwell in Zusammenarbeit mit Axel Springer, Teads und The Trade Desk, für die über 11.000 Erwachsene in Deutschland befragt wurden. Die Ergebnisse unterstreichen nicht nur die herausragende Rolle von Nachrichten in der deutschen Medienlandschaft, sondern widerlegen auch gängige Vorbehalte gegen Werbung in journalistischen Umfeldern.
So geben 81 Prozent der Befragten an, aktiv Nachrichten zu konsumieren – häufiger als Sport (25 %) oder Unterhaltung (15 %). Besonders auffällig: Der Anteil der „exklusiven News Junkies“, die sich fast ausschließlich auf Nachrichten konzentrieren, ist in Deutschland mit 18 Prozent mehr als doppelt so hoch wie in Asien-Pazifik (9 %) oder Kanada (11 %).
Doch die Studie liefert noch eine weitere überraschende Erkenntnis: Deutsche Verbraucher reagieren auf Werbung in Nachrichtenmedien genauso positiv wie in anderen redaktionellen Kontexten. 66 Prozent der Befragten zeigen Kaufabsicht bei Anzeigen neben politischen oder kriminalistischen Berichten – nur ein Prozentpunkt weniger als bei Sport- oder Unterhaltungsthemen.
Selbst bei sensiblen Zielgruppen wie der Generation Z, Besserverdienern oder Akademikern gibt es keine nennenswerten Brand-Safety-Bedenken. „Marken, die Nachrichtenumfelder meiden, machen sich unsichtbar“, warnt Christoph Eck-Schmidt, Chief Commercial Officer von Axel Springer.
„81 Prozent der Deutschen konsumieren aktiv und regelmäßig Nachrichten – mehr als ein Drittel tut dies sehr intensiv.“ Die Ergebnisse wurden auf der „Media Leaders“-Konferenz in Berlin vorgestellt, wo Vertreter von Axel Springer, The Trade Desk, Teads und der Deutschen Telekom mit rund 50 Führungskräften der Branche diskutierten.
Stephanie Himoff, Chief Commercial Supply Officer bei Teads, betont die Bedeutung der Studie für die Zukunft des Journalismus: „Wenn Marken sich von Nachrichten zurückziehen, befeuern sie ungewollt einen Teufelskreis, der unabhängige Berichterstattung und öffentliches Vertrauen schwächt.
Die Forschung zeigt das Gegenteil: Werbung neben hochwertigen Nachrichten unterstützt nicht nur den Journalismus, sondern erreicht auch besonders engagierte Zielgruppen.“ Für Werbetreibende könnte die Studie ein Weckruf sein. Jan Vorndamm von The Trade Desk bringt es auf den Punkt: „Wo eine Marke erscheint, ist für den Kampagnenerfolg ebenso entscheidend wie präzises Targeting.
Premium-Nachrichtenumfelder sind nicht nur markensicher, sondern auch hocheffektiv – egal ob Politik, Wirtschaft oder Unterhaltung.“
