Bericht: Bayern rechnet nicht mit Zaragoza-Kauf durch Roma

Bayern München geht nach Berichten aus Deutschland davon aus, dass die AS Roma Bryan Zaragoza nach Saisonende nicht fest verpflichten wird. Der 22-jährige Flügelspieler war im Januar auf Leihbasis nach Rom gewechselt, um die linke Offensive zu verstärken, blieb bislang aber hinter den Erwartungen.
Zaragoza kommt in der Serie A lediglich auf 19 Prozent der verfügbaren Einsatzminuten und auf 37 Prozent in der Europa League. In den vergangenen vier Ligapartien wurde er nicht einmal mehr eingewechselt. Vor diesem Hintergrund wird intern nicht mehr damit gerechnet, dass die vertraglich vereinbarte Kaufpflicht ausgelöst wird.
Die Leihe enthält eine Klausel, die in einen obligatorischen Kauf übergeht: 13 Millionen Euro würden an Bayern fällig, wenn mehrere Bedingungen gleichzeitig erfüllt werden – die Roma sich für die nächste Champions League oder Europa League qualifiziert, Zaragoza fünf Tore erzielt und er mindestens 50 Prozent seiner Einsätze über 45 Minuten oder länger bestreitet.
Diese Hürden gelten aktuell als unerreichbar. Bayern hatte die zuvor laufende Leihe Zaragozas an Celta Vigo im Januar beendet, weil damals ein dauerhafter Wechsel nach Rom realistischer erschien. Die Entwicklung seitdem blieb jedoch hinter den Erwartungen zurück.
Sollte Zaragoza den Klub wieder verlassen, wäre nach vorliegenden Informationen eine Vertragsstrafe in Höhe von 500.000 Euro fällig. In Deutschland werden zudem Fragen aufgeworfen, ob Entscheidungen von Gasperini auch durch Vorgaben aus dem Klub beeinflusst sind, da die Roma-Führung die finanzielle Belastung vermeiden wolle.
Unabhängig davon deutet derzeit vieles darauf hin, dass Zaragoza über den Juni hinaus höchstwahrscheinlich nicht für die AS Roma spielen wird.
