Bei Digitec Galaxus: Freiwillige Klimabeiträge sinken in der Schweiz auf rund 9 von 100 Bestellungen
Schweizer Onlinekundinnen und -kunden lassen den freiwilligen Klimazuschlag beim Einkaufen zunehmend weg: Beim Online-Shop-Marktführer Digitec Galaxus enthielten im ersten Quartal 2026 nur noch rund neun von hundert Bestellungen in der Schweiz einen Klimabeitrag, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte.
Noch 2022 lag der Anteil bei knapp 12 Prozent. Insgesamt zahlte die Galaxus-Kundschaft im ersten Quartal rund 550'000 Franken an freiwilligen Klimabeiträgen, sagte ein Firmensprecher auf Anfrage. Der Klimabeitrag bei Galaxus wird aus dem CO2-Fußabdruck eines Produkts inklusive Lieferung berechnet und mit dem Preis für den Ausgleich einer Tonne CO2 multipliziert.
Die Gelder fließen in zertifizierte Klimaschutzprojekte des Partners South Pole, die nach festgelegten Standards Emissionen reduzieren oder kompensieren. Die Zahlen zeigen eine wachsende Lücke zwischen Umweltbewusstsein und tatsächlichem Verhalten in der Bevölkerung: Jede dritte Person in der Schweiz sah jüngst den Umwelt- und Klimaschutz als zentrale gesellschaftliche Herausforderung.
Laut einer im vergangenen Dezember veröffentlichten Studie der Großbank UBS ist dies die zweitgrößte Sorge der Bevölkerung. Regional zeigen sich Unterschiede: In städtischen Kantonen wie Basel-Stadt, Zürich und Bern wird demnach häufiger ein Klimabeitrag bezahlt als in ländlichen Regionen wie Appenzell Innerrhoden, Wallis oder Freiburg.
