Babler gratuliert: Rekordauftritt des österreichischen Films bei der Berlinale 2026
Österreich startet mit einem Rekordauftritt ins Festivaljahr 2026: Zwölf heimische Produktionen – davon zehn mit Bundesförderung – feiern ab 12. Februar bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin (Berlinale) ihre Weltpremiere. Der starke Auftritt rückt die Breite der österreichischen Filmszene ins internationale Rampenlicht.
Gleich zwei Beiträge laufen im Wettbewerb: ROSE von Markus Schleinzer sowie THE LONELIEST MAN IN TOWN des Duos Tizza Covi und Rainer Frimmel. Eine Gala ist der Weltpremiere der österreichischen Koproduktion DIE BLUTGRÄFIN von Ulrike Ottinger gewidmet. Darüber hinaus präsentieren Ruth Beckermann (WAX & GOLD), Adrian Goiginger (VIER MINUS DREI) und Sebastian Brameshuber (LONDON) neue Arbeiten; auch die Experimentalfilmer Siegfried A.
Fruhauf (FLIM FLAM) und Johann Lurf (FOREVER...FOREVER) sowie die Filmemacherin und Künstlerin Belinda Kazeem-Kamiński (Nursery Rhymes. (Holy) Water) sind vertreten. Georg Tiller zeigt mit THE VALLEY WHERE LOAB LIVES einen KI-Film.
Im Kurzfilmwettbewerb ist der direkte Sprung der Nachwuchsregisseurin Angelika Spangel mit EIN UNFALL von der Wiener Filmakademie auf die Berlinale zu sehen; ebenfalls im Programm: YURAGIM von Varia Garib und Kirill Komar. „Ich gratuliere und danke allen österreichischen Filmschaffenden, die uns diesen Erfolg bescheren“, erklärte Vizekanzler und Kulturminister Andreas Babler.
Österreichischer Film brilliere dort, wo er eine starke künstlerische Handschrift und Eigenständigkeit beweise; das werde international ebenso wie im Inland geschätzt. Aufgabe der Kulturpolitik sei es, trotz schwieriger Budgetlage verlässliche Rahmenbedingungen zu schaffen; darum bemühe man sich mit aller Kraft.
Auch ÖFI-Direktor Roland Teichmann betonte, der außergewöhnliche Erfolg sei weder Zufall noch Selbstverständlichkeit, sondern eine enorme Leistung der Filmschaffenden und das Ergebnis langfristig gedachter, qualitätsorientierter Filmförderung.
Anne Laurent-Delage, Geschäftsführerin von Austrian Films, sprach von einem überwältigenden Start ins Festivaljahr 2026: Die starke Präsenz der Vorjahre bei der Berlinale sei noch einmal übertroffen worden. Dass sich österreichische Filme in einer sehr harten Wettbewerbssituation am europäischen Arthousemarkt so glanzvoll behaupteten, sei ein fantastischer Erfolg und zeige das weitreichende internationale Potenzial.
Schon vor Berlin machte sich das heimische Kino bemerkbar: Mit Weltpremieren beim International Film Festival Rotterdam und Uraufführungen beim Max Ophüls Preis in Saarbrücken unterstrich es seine Schlagkraft. Der Rückenwind kommt aus den heimischen Kinos: 2025 war das kommerziell erfolgreichste Jahr seit 2009.
Die Weihnachtskomödie Aufputzt is’ entwickelte sich zum zweiterfolgreichsten österreichischen Kinofilm aller Zeiten. Erfolgreichster heimischer Dokumentarfilm 2025 war Olga Kosanovićs Staatsbürgerschafts-Doku Noch lange keine Lippizaner – ein weiterer Beleg dafür, dass Vielfalt und Facettenreichtum an der Kinokassa punkten.
Mit dem Berlinale-Start am 12. Februar will die Branche an diese Dynamik anknüpfen – mit breiter Palette, prominenter Wettbewerbspräsenz und zahlreichen Weltpremieren.
